Shake your Style.

23.06.2008

das verflixte Openairding

Jeden Somer auf's Neue: Biste dieses Jahr wieder beim ***-Festival dabei? kennt sicher der Ein oder Andere, oft folgen dann lustige oder gar anstrengende Geschichten vom letzten Mal. Ich frag' mich heuer wer hat noch einen heißen Tipp parat, denn mit 22 schleicht sich so langsam die Attitüde des "been there, saw that, know them all" ein, so alt bin ich noch nicht und so frage ich euch, was geht?

21.06.2008

Alfred J. Kwak

Nachdem Antje am Ende ihres baroquemiks1-parts die wundervolle Schlusssequenz einer von mir sehr geschätzten Fernsehserie kunstvoll einflocht, und wir vor kurzem uns über eben diese Serie wohlwollend und voller Begeisterung unterhielten, hab' ich mich im weiten Internet auf die Suche gemacht und bin, na klar, bei youtube fündig geworden. Da gibt's nämlich alle Folgen in sehr annehmbarer Qualität zu sehen! Hier mal Folge 1 als Starter.



Ich muss sagen, dass Alfred J. Kwak so ziemlich alles besitzt, was ich von einer Kindertrickserie erwarte: Gehaltvolle und dennoch nicht zu komplizierte Storys, ein nicht zu unterschätzendes aufklärerisches Potential (Geschichte und Politik für Kinder, aber nicht von Idioten) und viele liebenswerte Charaktere. Außerdem ist die Musik einfach klasse.



14.06.2008

Alles Gute, Martin!

Indeterminismus 2: Determinismuskritik für Fußgänger

Der praktische Kritikpunkt a) meines letzten Textes soll hier auf einfache Art praktisch demonstriert werden. Das ganze läuft auf die Frage nach der exakten Messbarkeit einer Größe hinaus. Dazu stelle ich mir die Frage nach der Länge x meines Schreibtisches. Zum messen verwende ich eine Schmiege, an der ich mit dem Augenmaß auf halbe Millimeter genau ablesen kann. Ich messe eine Tischlänge von

x=129,5 mm.

Jetzt kann ich davon ausgehen, dass ich auf mein Messgerät ein Abbild der Wahrheit projiziert habe und eine völlig wohlbestimmte Tischlänge kenne. Wenn ich nun auf die freche Idee komme, die absolute materielle Wahrheit auf die Probe zu stellen, indem ich nochmal messe, erhalte ich den Wert

x=129,0 mm

Erschüttert stelle ich fest, dass die Wahrheit sich um 0,5 mm verkleinert hat und die Welt einen kleinen Indeterminismus zeigt.

Bevor wir fortfahren eine Zwischenbemerkung: Man könnte einwenden, ich würde absichtlich ungenau gemessen haben, meine Schmiege ist krumm, der Tisch hat sich in der Zwischenzeit wegen einer Temperaturänderung zusammengezogen oder ähnliches. Diese Einwände sind prinzipiell gerechtfertigt, ändern aber nichts am demonstrierten Effekt. Selbst bei gewissenhaftestem Ausschluss aller dieser Störungen bräuchte man nur ein genaueres Messinstrument und man würde wieder Abweichungen beobachten, lediglich ein paar Kommastellen weiter hinten.

Mit einem kleinen Trick kann ich der Wahrheit der Tischlänge nun dennoch indirekt auf die Spur kommen: ich messe einfach sehr oft und kann dann statistische Untersuchungen anstellen. Nach N=10 Messungen erhalte ich die Werte

x/mm = 129,5; 120,9; 129,5; 130,0; 129,5; 130,0; 128,0; 128,5; 129,0; 129,0

und nach weiteren 40 Messungen insgesamt 50 Werte, deren Auflistung ich mir spare. Man sieht die Häufigkeiten verschiedener Messwerte in der folgenden Grafik:



Wie alle zufallsverteilten Prozesse beobachtet man dass Annähern an eine eingezeichnete Gaußverteilung. Würde man diese nochmal durch die Gesamtzahl 10 bzw. 50 teilen, erhielte man eine Wahrscheinlichkeitsverteilung.

Eine Gaußkurve etwas einfacher dargestellt sieht so aus:



sie besitzt ein Maximum a (da ist die Wahrscheinlichkeit am größten, also meine am wahrscheinlichsten wahre Tischlänge) und sie kann verschieden breit sein. Ein Maß für die Breite ist die halbe Breite des Huckels auf seiner halben Höhe. Diesen nennt man Standardabweichung sigma. Die Wahrscheinlichkeit dafür irgendeinen Wert in der Sigma-Umgebung von a zu messen ist genau die graue Fläche unter der Kurve. Sie ist schon so ziemlich der größte Teil, die Wahrscheinlichkeiten der restlichen weißen Flächen sind klein, aber nicht Null. Man kann ausrechnen, dass für unser definiertes sigma diese Wahrscheinlichkeit 92% ist. Nimmt man die doppelte Umgebung, dann ist sie etwa 98%, bei der dreifachen 99% usw.
a repräsentiert also meine mittlere Wahrheit und sigma ein Maß für deren Unkenntnis.

Die werte für meine Messung sind:
N=10: a=129,35 sigma=0,10
N=50: a=128,99 sigma=0,07

Man sieht also, dass die Gaußkurve mit mehr Messungen schmäler wird und die Unbestimmtheit sinkt. Ich kann für N=50 sagen mit 90%iger Wahrscheinlichkeit hat meine Tischlänge den Wert

x=(128,99 +/- 0,07) mm

oder mit 99%iger Wahrscheinlichkeit den Wert

x=(128,99 +/- 0,14) mm

Welche Aussagen kann ich aber bzgl. der Tischlänge treffen, die der Wahrheit gerecht werden? Ich benötige eine 100%ige Sicherheit. Das entspricht der gesamten Fläche der Gausskurve. Auch wenn sie nach außen immer kleiner wird, hat sie einen nicht verschwindenden Wahrscheinlichkeitsbeitrag. Ich kann also nur sagen:

Mit 100%iger Wahrscheinlichkeit hat mein Tisch irgendeine Länge.

Indeterminismus 1: Quantentheorie vertreibt LAPLACEschen Dämon

Klassischer Determinismus in der Wissenschaft und schwache Kritikpunkte

Definition 1:
In einem deterministischen Konzept kann man aus der vollständigen Kenntnis des Zustands eines Systems (Objekte, Koordinaten, Massen, Ladungen) zur Zeit t=0 eindeutig vorhersagen, welche Zustände es zu Zeiten t>0 einnehmen wird.

Viele Theorien enthalten ein solches Konzept, z.B. die NEWTONsche Mechanik, die (EINSTEINsche) spezielle Relativitätstheorie und die MAXWELLsche Elektrodynamik.

Eine mögliche Kritik am Determinismus ist erstmal die Kritik der logischen Bestandteile von Definition 1:
a) Ist es überhaupt möglich, die vollständige Kenntnis über den Zustand eines Systems zur Zeit t=0 zu erlangen?
b) Vorrausgesetzt a) sei erfüllt, kennen wir Gleichungen, die für jedes System gelten?
c) Vorrausgetzt a), b) seien erfüllt, kann man diese Gleichungen überhaupt lösen?

Frage a) kann ich nicht diskutieren, da sie mir zu anspruchsvoll ist.
Frage b): Eine Weltformel kennen wir nicht. Wir kennen aber gewisse Gleichungen für gewisse Arten von Systemen. Der glückliche Umstand dass die Wechselwirkung zweier Systeme mit ihrem Abstand abnimmt erlaubt uns dann ein System der Sorte 1 mit seiner entsprechenden Gleichung zu beschreiben, und diese Beschreibung wird „gut“ sein, solange es nur weit genug von den nicht berücksichtigten Systemen entfernt ist und/oder die Störung der Fremdsysteme klein gegenüber den betrachteten Größen ist. Wenn wir z.B. einen Stein beschreiben wollen, der durch Reibung auf einem gefrorenen See zur Ruhe kommt, können wir den Einfluss der Gravitationskraft durch die Sonne auf den Stein vernachlässigen.
Frage c): Alle bekannten Gleichungen können nur für sehr einfach aufgebaute Systeme gelöst werden, denn sie sind sonst zu kompliziert. Die Schwierigkeit im praktischen Finden dieser Lösung ist aber nur eine schwache Determinimismuskritik, denn sie stellt lediglich einen Mangel unserer Rechentechniken dar. Die eindeutige Vorbestimmtheit des Systems ist schon dadurch gegeben, dass man Gleichungen aufschreiben kann, die eine zeitdeterminierte Struktur haben.

Quantentheorie

Was ist Quantentheorie (QT)? Es ist eine grundlegende Beschreibung der unbelebten Natur. Sie bildet ein neuartiges Beschreibungskonzept, dessen Formalismus Grundlage der meisten modernen Theorien darstellt. Sie ist verifizierbar und verifiziert, verbietet jedoch eine deterministische Weltbeschreibung.

Um das Konzept der QT zu verstehen, muss man den Begriff der Observablen einführen. Eine Observable A ist eine Messgröße (z.B. Ort oder Impuls eines Objektes des Systems). In klassischen Theorien (s. auch Schulphysik) werden Gleichungen aufgeschrieben, in denen die Messgrößen mit ihrem Wert identifiziert werden, d. h. wenn in einer Gleichung x steht, dann hat x irgendeinen Wert, z.B. x=3,7 cm. Die QT hingegen nimmt eine klare Trennung zwischen Observable A und den Messwerten einer Observable vor.

Nun ergeben die Gleichungen der QT im Gegensatz zu klassischen Theorien auch keine Ergebnisse à la x=3,7 cm. Aus vollständiger Kenntnis des Systems zur Zeit t=0 ergeben die Gleichungen der QT für eine beliebige Zeit t>0 bezüglich einer beliebigen Observablen A hingegen folgendes:
i. Eine Menge erlaubter Messwerte a1, a2, a3, a4, ... die zur Zeit t für A gemessen werden können
ii. Eine Menge von Wahrscheinlichkeiten p1, p2, p3, p4, .... dafür den entsprechenden Wert a1, a2, a3, a4, ... zur Zeit t zu messen.

Das ist alles andere als deterministisch. In unserem modernen wissenschaftlichen Weltbild ist jede Beobachtung ein Zufallsexperiment. Dennoch ist es verifizierbar: Wiederholt man das identische Experiment genügend oft und notiert die Ergebnisse, so nähert sich die statistische Verteilung der Messwerte nach dem Gesetz der Großen Zahl den theoretisch vorrausgesagten Wahrscheinlichkeiten p1, p2, p3, p4, ... an.

Die QT konnte eine Vielzahl von rätselhaften Beobachtungen erklären und ist eine in ihrem Gültigkeitsbereich wohlbestätigte Theorie. Gleichzeitig dient ihre indeterministische Struktur als Vorbild für erweiterte Theorien mit größerem Gültigkeitsbereich.

Es gibt einige Wissenschaftler, die die QT akzeptieren, in ihren Mängeln aber lediglich eine Unvollständigkeit sehen („Theorie der versteckten Variablen“). Diese sog. „nicht-Kopenhagener Deutungen“ der QT sind bislang erfolglos. Es gibt kein Konzept, dass die (experimentell bestätigten) Vorhersagen der QT deterministisch liefern kann.

„Unser wissenschaftliches Weltbild“ ist nur deshalb deterministisch, weil es mit der aktuellen Wissenschaft nichts zu tun hat.

11.06.2008

aphorismus II

Ungleichheit ist Nährboden aller Gerechtigkeit. Ungleiches schaffen ist Gerecht.

09.06.2008

Bei dir Piept's wohl

Habe neulich einen Vogel eine fette Motte jagen sehen. Im Gepäck des Vogels befanden sich 4 weitere V's in Formation.
Die Anordnung lässt sich interpretieren als Anordnung mit gut 100%iger Fliegen-Fang-Wahrscheinlichkeit, denn nach missglückter Attacke des Führenden durch Ausweichmanöver der Attackierten befinden sich die übrigen Vögel in aussichtsreicher Schlagweite. Festzustellen ist ein sicherer Fang der Motte durch die Gruppe.
Der Sinn der Konstellation wäre damit geklärt. Interessant ist die Frage nach dem Beweggrund der Vögel, der sie veranlasst sich so zu positionieren. Zu berücksichtigen ist bei Klärung dieser Frage die teilweise Aufgabe der Aussicht auf ein Mahl des Führenden, da er es in Kauf nimmt bei missglückter Attacke den schmackhaften Brummer an seine Artgenossen einzubüßen. Intuitiv glaube ich an keine bewusste Entscheidung des Vogels etwas Fangchance an seine Kollegen abzugeben, um gleichermaßen Gruppendienlich zu sein. Vielmehr handelt es sich um ein Affektzustandekommen des Sachverhalts. Bei begonnener Jagt hatte Ersterer keine Zeit mehr die Anderen von seiner Beute zu verscheuchen, weil ihm dabei das Insekt selbst entwischt wäre. Die Formation als Solche hat sich bewährt. Metaphysische oder höhere Maßstäbe im Urteil der Protagonisten als Sozialisierungsgrund schliesse ich aus.
Nun beobachtet man auch bei Menschen Gruppierungsphänomene, mehr oder weniger Sinnvolle, wie Gruppensex vs. Public Viewing. Aus vorangegangener Argumentation kann man bei Ähnlichkeit beider Arten, die da wäre das Bestimmsein durch Naturgesetze mit als seinen Folgen, behaupten, es handle sich auch bei menschlichen Verhaltensweisen um Reaktionen auf Ausgangszustände beschrieben durch lediglich primitive Zusammenhänge. Zwar etwas komplexer, im Prinzip aber nicht wirklich unterschiedlich.
Dazu einige Aussagen:

  • Alles ist im naturwissenschaftlichen Vokabular erklärbar. Die Herausforderung besteht darin die grundlegenden Gesetzmäßigkeiten zu finden.
  • Es gibt a priori keine höheren Werte, insbesondere keinen externen Schöpfer dieser.
  • Was wir als Höher empfinden ist lediglich die Folge von Zuständen. Das Folgern ist determiniert durch Gesetzmäßigkeiten. Höhere Werte sind die Projektion der erfolgreichen Folgerung in unser Bewusstsein.
  • Projektionen ins Bewusstsein sind mir Realitätsverlust verbunden.
  • Das Bewusstsein an sich hat sich unter Anderen als effektiver Algorithmus zum Folgern bewährt, wobei diesem eine besonders ausgeprägte Dynamik zu eigen ist.
  • Die Dynamik des Bewusstseins ist der Grund für seinen Erfolg.
  • Durch Realitätsverlust in Übertragungen kann Wahres falsch scheinen und umgekehrt.

Insofern keine grundlegend verschiedene Funktionsvorschrift des Menschen im Vergleich zum Tier gefunden ist, sind die Schlüsse möglich.

06.06.2008

Schottisches Truthahn-Rezept

müsst ihr unbedingt mal probieren, dass rezept....

Truthahn mit Whisky

Für 6 Personen:

Man kaufe einen Truthahn von 5 Kilo (für 6Personen) und eine Flasche Whisky. Dazu Salz, Pfeffer, Olivenöl und Speckstreifen.

Truthahn mit Speckstreifen belegen, schnüren, salzen, pfeffern und etwas Olivenöl dazugeben. Ofen auf 2OO Grand einstellen. Dann ein Glas Whisky einschenken. Und auf gutes Gelingen trinken. Anschließend den Truthahn auf einem Bachblech in den Ofen schieben. Nun schenke man sich 2 schnelle Gläser Whisky ein.Wieder auf gutes gelingen. Den Thermostat nach 20
Minuten auf 250 Grad stellen, damit es ordentlich brummt Danach schenke man sich 3 weitere Whisky ein. Nach halm Schdunde öffnen, wenden und den Braten überwachn. Die Fisskieflasche ergreiffen unn sich eina hinner die Binde kippn. Nach `ner weiteren albernen Schdunde öffnen, wenden und den Braten überwachn. Die Fiskieflasche ergreiffen unn sich eina hinter die Binde kippn. Nach `ner weiteren albernen Schdunde langsam zu Ofen hinschenderen uhnd die Trude umwenden. Darauf achtn, sisch nitt die Hand zu verbrenn an die Schais-Offndür. Sisch waidere ffünff odda siehm Wixki innen Glas sisch unn dann un so. Di Drute wwhrend 3Schunnet (iss auch
egal) waiderbraan un all ssehn MinudŽn pinkeln. Wenn ürentwi möchlisch, ssum Truthahn hinrieschen unn den Ohwn ausŽm Viech ziehen. Nochmal ein Schlugg geneenigen und anschiesnt wida fasuchen, das BIEST rauzukriegen.
Den fadammtŽn Vogel vom Bodn aufläschen unn uff ner Bladde hinrichten. Uffbasse dass nicht aussrutschn auff` `äm schaisfettischen Küchenbodn. Wenn sisssch drossdem nitt fameidn fasuhn wida aufssuschsschnordaeschahaiaallesjaeescheissegaaal!!!! Ein wenig schlafen.

Am nächsten Morgen den Truthahn mit Mayonnaise, sauren Gurken und Aspirin kalt essen.

05.06.2008

lecker schmeckt besser

die Sonne lacht, auf dem Markt sind die Erdbeeren billig und ich habe heute meinen Plan Marmelade selber herzustellen verwirklicht. Ein wunderbares Gefühl zu wissen dass, es in der Konsumwelt dieser Tage immernoch möglich ist in der heimischen Küche sich einen kleinen Teil Esskultur zu bewahren.
Wenn ich mir Essen selber zubereite, egal ob es Malmelade oder ein Kuchen oder auch einen Schweinerollbraten ist, dann bin ich häufig erstaunt dass es schon fast eine vergessenes Ritual ist sein Essen selber zu gestallten. Es gibt in der Welt der Supermärkte eine riesige Fülle von Fertiggerichten und portionierten Essvorlagen dass man heutzutage schon als eine gute Partie gilt, wenn man es schaft einen Auflauf zuzaubern ohne auch nur eine Maggitüte zu berühren. Pizzateig selber zu kneten und ihn nach allen Regeln der Kunst in eine Pizza zu verwandeln wird allzu häufig mit den Satz, wieso tust du dir die Mühe, komentiert. Man gilt gleich als Exot wenn man sich diese "Mühe" macht. Auf der anderen Seite gelingt es mir unerklärlich oft Freunde und Bekannte anzulocken wenn ich ihnen selbstgemachtes Essen anbieten kann. und dann höhrt man Sätze wie, also ich könnte das nicht.
ich finde das traurig und kann daher nur an den menschlichen Geschmack apelieren dass er doch das Immergleiche hintersich lassen soll und die unendliche Vielfalt an Geschmäckern und Aromen für sich entdecken soll. Gutes Essen verbindet und ist ein absolut schützenswertes Kulturgut. Also dann lasst euch eure nächste Mahlzeit schmecken...

PS: ich bin immer an Rezepten und geheimen Zubereitungsmethoden interessiert

02.06.2008

Sorben bei der Euro


Da schlägt doch das sorbische Herz in mir höher und erfüllt mich mit Nationalstolz. Nach dem ich diesen Artikel im Netz fand, besteht wieder Hoffnung für das gebeutelte sorbische Volk. Die Teilnahme an einer Europameisterschaft ist ja schliesslich einen Vermerk in den Geschichtsbüchern wert. Und wenn wir dann den Titel geholt haben sprudeln die Finanzqellen auch wieder.

28.05.2008

Another Classic

Eek A Mouse - Wa Do Dem

27.05.2008

aphorismus

Mit der Freiheit ist es wie mit einem Keks. Ist er nicht da, merk man es erst wenn man Appetit auf einen hat. Also sollte man es gar nicht erst so weit kommen lassen ihn zu verlangen.

26.05.2008

singlespeed

als leidenschaftliche radfahrerin komme ich nicht umhin mich hier zu outen: auch wenn man nur zuschaut, kann sport schön sein! nicht falsch verstehen, nix geht über das selber machen, und ich will auch auf keinesten fall für massen- und medientaugliche grossevents, welche das lable "sport" tragen, in die bresche springen.
vor ein paar tagen fand ich dieses video. ein gutes beispiel für gelungene dokumentation der schönheit des sports, sowie der eleganz und der leichtigkeit mit der man sich auf seinem sportgerät bewegen kann. ich finde es grossartig.

Happy Blog

Der Blog ist nun ein Jahr alt, deshalb happy birthday BAROQUEÖVERKILL!

Für mich eine absolute Bereicherung, sowohl Ausdrucksmöglichkeit und Output , als auch massive Kontroverse, Input und Aneignung neuer Perspektiven.

Was noch fehlt: Ein bisschen Kontinuität. Ansonsten bin ich höchst zufrieden und freue mich auf mehr.

25.05.2008

DVB-äktschn

Es ist schon etwas länger her, aber einst sollte ich mal von den DresdnerVerkehrsBetriebe'n abgezogen werden, weil ich mich in der Bahn unorthodox verhalten hab. Daraufhin verfasste ich dieses nette schreiben um meinen Kopf aus der schlinge zu ziehen, wobei das schreiben dazu animieren soll weiteren amüsanten Behördenärgerschrifftverkehr zu posten.

Stellungnahme,

bezüglich des mir zur last gelegten Vergehens der Verunreinigung einer Bahn.

Zum Sachverhalt: Am 13.7.06 um 20.13 Uhr fuhr ich mit der Bahnlinie 13 Richtung Prohlis ab der Haltestelle Sachsenalle. Friedfertig setzte ich mich in der fast leeren Bahn in eine vierer Sitzplatzgruppe und stützte mein Bein im angewinkelten Zustand an dem mir gegenüberliegenden Sitzplatz an der Sitzplatzkante ab. Nach der Haltestelle Dürerstraße gab sich mir eine Person als Kontrolleur zu erkennen und verlangte nach dem Hinweis meinen Fuß von der Sitzkante zu nehmen ohne weitere Erläuterung meinen Personalausweis. Ohne weiter darüber nachzudenken weshalb diese Person ohne Begründung nach meinen Personalausweis fragt, händigte ich ihm diesen aus, als Anerkennung seiner Autorität und in dem Glauben, dass es sich um die Feststellung der Gültigkeit meines Fahrscheines handelt. Der Kontrolleur aber wiederum zückte seine Gürteltasche und speicherte meine Personalien im inliegenden Gerät ab. Erst nach Nachfrage erklärte er mir, dass er mir ein Reinigungsentgelt ausstelle. Erst nach wiederum weiterem Nachfragen meinerseits erklärte er mir, dass er sich auf den abgestützten Fuß bezieht.
Die Forderung des Reinigungsentgeltes dies bezüglich prangere ich an, denn ein Reinigungsentgelt setzt nach § 4 Abs. 8 ihrer Beförderungsbedingungen eine Verunreinigung voraus, welche in dem Fall aber nicht vorhanden war. An diesem Abend schien die Sonne und meine Schuhe waren trocken ohne Matsch, Kaugummi oder Hundekot an der Sohle. Ich könnte also maximal etwas Straßenstaub an dem Sitz hinterlassen haben, was für mich objektiv betrachtet keine Verunreinigung darstellt, denn wenn ich mich auf einen Bordstein oder gar eine Sitzbank an der Straßenbahnhaltestelle setzte und danach in die Bahn, befindet sich effektiv die gleiche Menge Staub auf dem Sitz wie beim Abstützen meines Fußes. Des Weiteren war allgemein keine Verunreinigung zu erkennen, in der Form, dass ich eine sichtbare Spur am Sitz hinterlassen habe. Es ist also zu bezweifeln, ob ihr Reinigungspersonal überhaupt erkennt, dass dieser Sitz besonders zu behandeln ist, was das Ausstellen eines Reinigungsentgelts erst begründet. Ich bitte sie deshalb nach betracht dieser Darlegung von dem mir auferlegten Reinigungsentgelt abzusehen, andernfalls bin ich zunächst nicht bereit dieses zu begleichen, bis sie mir den Beweis der Verunreinigung des Sitzes und der gesonderten Reinigung dieses erbracht haben.
Abgesehen von dieser Stellungnahme, möchte ich diesen Brief auch zur Kritik an der Praktik ihrer (ihres) Kontrolleure (-s) nutzen, aber nicht weil ich irgendwelche Rachegelüste hege, sondern im allgemeinen Interesse von uns Fahrgästen. Wie bereits erwähnt, habe ich erst nach mehrmaligem Nachfragen erfahren was mir zur last gelegt wird. Ich wurde zunächst überhaupt nicht darüber aufgeklärt, dass ich ein Vergehen begangen haben soll, und dass mir ein Bußgeld auferlegt wird. Vielmehr hat sich ihr Kontrolleur auf eine, meiner Meinung nach, hinterlistige Art und Weise meinen Ausweis erschlichen und begann dann in meinem Unwissen mir dieses Strafgeld auszustellen. Das er diese Unwissenheit von mir ausgenutzt hat um an meinen Ausweis zu gelangen, zeigt doch wie ungerechtfertigt diese Strafe ist, denn wüsste ich, dass er die Absicht hat mir ein Reinigungsentgelt auszustellen, hätte ich mir dies zunächst begründen lassen bevor ich ihm meinen Ausweis aushändige in Anerkennung dieses Vergehens. Zur Begründung meiner Untat hätte ich dann auch noch die Möglichkeit gehabt mir die Meinung eines unbeteiligten Dritten einzuholen, im Extremfall die Meinung der Polizei. Dieser Möglichkeit wurde ich durch das Vorgehen ihres Kontrolleurs beraubt, auch aus Kalkül ihres Kontrolleurs im Bewusstsein, dass er mir den Beweis der Verunreinigung nicht erbringen kann. Ich wurde vor vollendete Tatsachen gestellt, in der Form, dass man mich eben erst nach Nachfragen meinerseits über das mir zu last gelegte Vergehen informierte und mir gesagt wurde, dass ich mich bei Aberkennung des Reinigungsentgeltes meinerseits an die DVB Zentrale wenden muss da meine Daten bereits abgespeichert seien und es zu diesem Zeitpunkt zu Spät sei um dies zu ändern. Mir wurde also überhaupt keine Möglichkeit gegeben mich dies bezüglich äußern zu können und meine Unschuld belegen zu können, obwohl sie mir ja eigentlich meine Schuld nachweisen sollten. Meine Gutmütigkeit und Kooperation wurde hier schamlos ausgenutzt. Meine einzige Möglichkeit angemessen reagieren zu können hätte darin bestanden zunächst einmal nachzufragen, weshalb dieser Kontrolleur meinen Personalausweis verlangt, wobei ich wiederum gegen ihre Beförderungsbedingungen nach $ 4, Abs. 1 „Anweisungen des Betriebspersonals ist zu folgen“ verstoßen hätte, wenn ich ihm meinen Ausweis verweigert hätte. Dennoch werde ich in Zukunft ihren Kontrolleuren kritischer gegenüber treten, wobei sie sich nicht Beschweren sollten wenn ich dadurch die Arbeit dieser Behindere, da ich sonst fürchten muss jeglicher mir zustehender Rechte beraubt zu werden, denn „Bevor ein Verwaltungsakt erlassen wird, der in Rechte eines Beteiligten eingreift, ist diesem Gelegenheit zu geben, sich zu den für die Entscheidung erheblichen Tatsachen zu äußern“, nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz § 28 Abs. 1. Diese Gelegenheit wurde mir nicht gegeben.
Meine Kritik richtet sich nicht nur auf die Einschränkung meiner Freiheit durch die ungerechtfertigte Einschränkung meiner Rechte, sondern auch gegen die Willkür die der Kontrolleur ihrer Gesellschaft an den Tag gelegt hat, denn abschließend bemerkte er noch: „Du hast doch gesehen, dass ich hier Sitze, weshalb hast du dann noch den Fuß an den Sitz gestützt?“, nachdem ich ihn danach gefragt habe worin er die Schwere der Tat sehe um mir gleich ein Reinigungsentgelt aufzuerlegen, wobei ich mich für den Wortlaut der Aussage nicht verbürgen kann, für den Inhalt aber schon. Mal davon abgesehen, dass es der Absicht eines Kontrolleurs widerspricht unmittelbar nach Einsteigen des Fahrgastes durch ihn erkannt zu werden, denn worin würde sonst der Sinn liegen eine umfangreiche Maskerade durch den Kontrolleur zu betreiben, als dass er nicht erkannt werden möchte um den Überraschungsmoment des Schwarzfahrers ausnutzen zu können, hat die Begründung ihres Kontrolleurs doch nichts mit der mir unterstellten Verunreinigung zu tun. Hingegen scheint es mir doch so, dass diese Person das Aufstützen meines Fußes als persönlichen Angriff seiner Persönlichkeit durch Provokation deutete, und durch Missbrauch seiner Macht sein Ego stärken wollte. Er hat diese mögliche Verunreinigung durch mich also nicht objektiv beurteilt, sondern handelte aus persönlicher Motivation, um mir zu zeigen, dass er das Sagen hat, als Vergeltungsmaßnahme der durch ihn fehlgedeuteten Provokation. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies ihrer Firmenphilosophie entspricht, wenn ein Kontrolleur aus dem Antrieb des Aufpolierens seines Selbstbewusstseins seiner Arbeit nachgeht. Vielmehr glaube ich, besteht die Aufgabe eines Kontrolleurs doch darin, den ungestörten Fahrbetrieb der Bahnen zu gewährleisten, wobei ihr Kontrolleur in meinem Fall scheinbar absolut nicht aus diesem Bewegrund heraus gehandelt hat. Ich glaube auch nicht, dass ihrer Firmenphilosophie entspricht, wenn dem Fahrgast ungerechtfertigt Bußgelder ausgestellt werden, da durch Bearbeitung dieser doch nur weitere Kosten entstehen, was den Fahrpreis in die Höhe treibt, und dem zu unrecht Bestraften nur Unannehmlichkeiten entstehen, wodurch ihr Betrieb einen Imageverlust erleidet. Deshalb bitte ich sie diese Punkte in Zukunft bei der Ausübung der Tätigkeit ihrer Kontrolleure zu berücksichtigen.

Hochachtungsvoll,

Äendú.

Antwort:

Prüfung von Reinigungsentgeld

Sehr geehrter Herr Mirtschink,

vielen Dank für Ihr ausführliches Schreiben. Darin schildern Sie uns ihre Verärgerung über eine im Auftrag unseres Unternehmens durchgeführte Fahrausweisprüfung. Im Folgenden unsere Erläuterungen:

Bei der durchgeführten Prüfung stellte der Fahrausweisprüfer fest, dass Sie einen Fuß auf dem Polstersitz platziert hatten. Da im Sinne der Beförderungsbedingungen der VVO bei Verunreinigungen von Fahrzeugen ein pauschalisiertes Reinigungsentgeld von 25,00€ erhoben wird, übergab ihnen der Mitarbeiter den Forderungsbeleg.

Bitte haben Sie Verständniss, dass wir im Interesse aller Fahrgäste diese Beförderungsbedingungen durchsetzten. Ihnen würde es sicher auch nicht gefallen, wenn Sie in unseren Verkehrsmitteln beschmutzte Sitze vorfinden würden. Es müsste doch möglich sein, die Füße auf dem Boden des Verkehrsmittels zu belassen.

Allerdings erwarten Sie zurecht freundliche und umfassende Informationen der Prüfpersonale. Aus Ihrer Schilderung geht hervor, dass der Fahrausweisprüfer Sie nicht angemessen informierte und Sie sich von ihm überrumpelt fühlten. Vielen Dank, dass Sie uns darüber informiert haben. Wir sind sehr daran interessiert, dass auch in unseren Serviceeinrichtungen der Anspruch nach einem kundenorientierten Service, den wir uns als modernes Dienstleistungsunternehmen stellen, umgesetzt wird.

Ihr Schreiben haben wir zur Auswertung und Kenntnisnahme an die Dienstleistungsfirma, welche in unserem Auftrag Kontrollen durchführt, weitergeleitet.

Wir setzten Sie davon in Kenntnis, dass als Einzelfallentscheid in diesem Fall kein Reinigungsentgeld erhoben wird.

Mit freundlichen Grüßen

Dresdner Verkehrsbetriebe AG




Jieaaaaacha!!!

Und noch a'Schmankerl mit dem pädagogisch sehr wertvollem drittem "Lieber Video" der Erziehungsaktion "Lieber in Bahn und Bus". Sowas von vertrottelt. Für gehaltvolle Recherchen empfiehlt sich das DVB-Magazin , wobei der Comic der Ausgabe das absolute Highlight ist.

21.05.2008

Johannes & MS-Paint-Art

Noch bis zum 30.07.08 ist die Ausstellung "Zu Zweit" von Johannes und seiner Mutter im Fortbildungswerk Bischofswerda zu sehen, zur Eröffnung am 13.03. waren viele von euch. Für uns ein Anlass, eine kurze Reflexion über einen Teil in Johannes' Leben vorzunehmen, welcher uns allen recht unbekannt war und dennoch in seinen Ergebnissen für viel Aufsehen und Anerkennung sorgte. Gemeint sind seine MS-Paint Arbeiten.

"letztesmal", März 2006

Johannes beginnt mit der Arbeit an seinen Bildern (von denen es über 100 gibt) während seiner Zivizeit. Er benutzt dabei das allseits bekannte Programm "Paint" von Microsoft. Wer damit mal gearbeitet hat, weiß, dass es leichter ist, 'ner Katze Blumenvasen zu verkaufen, als mit diesem Tool 'ne gerade Linie hinzubekommen. Umso bemerkenswerter die fertigen Werke, wobei "fertig" hier relativ sein muss, inwiefern Johannes selber mit den Bildern zufrieden war, wissen wir nicht. Jedenfalls bestechen sie durch einen geballten Haufen Kreativität, Tiefe und oft Humor, besonders aber durch: Authentizität.
Sein Einfallsreichtum zeigt sich jedoch nicht nur in den Bildern, die Titel zeugen ebenso von übersprühender Phantasie, wobei der Zusammenhang zum Werk so manches Mal nicht auszumachen ist.

"Mann mit Frau", September 2005

Bevor wir nun eine kleine Auswahl folgen lassen, noch kurz zwei Hinweise: Die hier hochgeladenen Bilder sind aus Gründen der Speicherkapazität als JPG's gespeichert. Bei einigen setzte Johannes jedoch ganz bewusst andere Speicherformate ein, was zum Teil zu unterschiedlichen Ergebnissen führte. Allerdings sind die Unterschiede nur im Detail erkennbar. Weiterhin sei gesagt, dass es sich bei den Bildunterschriften um die Speichernamen handelt und das Datum sich auf die letzte Änderung der jeweiligen Datei bezieht.

"MAADElaFORZA", 01. Mai 2006

"schmant", Mai 2005

"rain on me", 08.Mai 2006

"oldboy", Dezember 2005

"sleepgod", Februar 2006

Eine kleine Anekdote...
Vor ungefähr drei Jahren trafen wir uns wie so oft eines schönen abends mit Johannes beim Georg. Dort zeigte er uns, nachdem er sich da recht lange bedeckt gehalten hatte mal eine Auswahl seiner Paint-Art.

Uns überwältigte die Fülle an tollen Sachen derart, dass wir immerfort voll des Lobes waren und diese Johannes auch kundgaben. Dem Empfinden nach löste dies in ihm ein Gefühl irgendwo zwischen beschämter Sachlichkeit und herzlicher Freude aus... das Gefühl, bei dem man sich das Lachen versucht zu verkneifen, aber es nicht recht gelingen mag...

"fearfordear", September 2005

Abschließend möchten wir noch auf zwei Bilder verweisen, die uns persönlich sehr berühren. Das erste schickte Johannes Georg noch im Mai 2006, es behandelt die Geschichte vom dunklen Turm und dem Feld der Rosen, die wir beide gelesen haben. Das zweite war ebenfalls bei den von Johannes geschickten Bildern dabei und war in den Tagen bis zu seinem Tod mein Desktophintergrundbild.

"le tour", November 2005

"springer", Oktober 2005

Wer gerne noch ein besonders geschätztes Bild hochgeladen sehen möchte oder überhaupt am Gesamtwerk interessiert ist, einfach Bescheid sagen.

Schließen wir nun mit einer seiner berühmt berüchtigten Kuli-Zeichnungen auf`m Matheblock und einem Foto von Johannes, welches uns sehr lieb geworden ist.

"yammi", November 2005

Johannes Woltersdorf, Elbe 2005

Posted by Georg und Mattes

16.05.2008

Muto

Ich enthalte mir einmal weitere Kommentare, verweise nur noch auf diese website und lasse ansonsten das Video für sich sprechen.

baroquemiks_2, baroquetell_1

soeben habe ich ein telefonat mit georg gehalten (, in welchem allerlei reger unsinn geredet wurde) und wir kamen auf den trichter, dass es weitergehen muss. also.

aus praktischen gründen soll bitte jeder bescheid geben, der nicht mitmacht.

es gab viele diskussionen über das wie. viele ideen waren gut. im allgemeinen schlage ich vor, unser kollektiv sollte sich folgender aufgabe stellen:

entwickeln sie im sauseschritt eine kreative eigendynamik unter beachtung der folgenden randbedingungen:

baroquemiks_2:
musik, richtwert iste 3min/person. #1 sucht ein thema aus. zur weitergabe können wir das anarchiemodell versuchen: #1 schickt seinen teil an alle. dann schickt #2 seinen teil (ohne den beitrag des vorgängers) an alle usw. am ende kann noch zusammengeschnippelt, gemastert und feierlichst gesamthochgeladen werden. so vermeiden wir verschlechterung der qualität durch viele kompressionsvorgänge der ersten beiträge und bleiben immer auf dem laufenden.

[x] antje
[x] michau
[x] clem
[x] aendy
[x] mattes
[?] thomas
[x] georg.h
[x] lydia
[ ] christoph
[ ] christin
[ ] jakub

baroquetell_1:
hörspiel. bevor gebastelt wird, wird eine textdatei herumgeschickt, in die die teilnehmer der reihe nach ihren handlungsstrang skizzieren.

jakub
aendy
clem
antje
thomas
georg.h
michau
mattes
lydia
christin
martin

12.05.2008

Ad Reinhardt

"Art is Art. Everything else is everything else."


Zur definitionsfrage:Kunst noch eine interessante Position. Ad Reinhardt war ein amerikanischer Künstler der Mitte des vergangenen Jahrhunderts der dem abstrakten Expressionismus zugeordnet wird und als Wegbereiter der Minimal Art und Konzeptionskunst gilt. Er vertritt die Auffassung, Kunst sei Inhalts und Gegenstandslos in Bezug auf seine Umgebung, und existiert an sich nur in sich durch Wirkung der eingesetzten künstlerischen Mittel, also durch Farbenharmonie, geometrische Relation, Vorder- und Hintergrunddifferenzierung, Aufeinandertreffen von Flächen, Auftragstechnik, ... Alles Andere ist alles Andere, und wir haben eine ziemlich abgespeckte Definition von Kunst.
Im Zuge dieser Ansicht schuf er als Kunstwerke seine Reihe der "Black Paintings", in denen er ziemlich puristtisch den angesprochenen künstlerischen Mitteln Raum zur Entfaltung gibt, und es dem Betrachter ermöglicht diese auf ihre Wirkung hin zu untersuchen. So entstehen fassbar einfach anmutende Bilder, die aufgrund ihrer reliefslosen einheitlichen glatten perfekten Oberfläche einzig flächige Elemente beinhalten. Aber selbst bei dieser simplen Ausgangslage ist es schwer zu sagen, wie viele verschiedene Farben das Bild beinhaltet, was Vorne oder Hinten ist, ob jede Fläche für sich steht oder wiederkehrt, ... und genau wenn man sich diese Fragen stellt, ist man bei der Kunst angelangt, wie Ad Reinhardt sie haben wollte.
"a pure, abstract, non-objective, timeless, spaceless, changeless, relationless, disinterested painting—an object that is self-conscious (no unconsciousness), ideal, transcendent, aware of no thing but art."

Erwähnenswert finde ich diese Art Kunst deshalb, weil sie wie Michaw klar sagt was Kunst ist, sich im Gegensatz zu Michaw, der mit Abstraktem nicht viel anfangen, eben dieses als Ausdrucksform wählt.

08.05.2008

Loesje


schon vor ein paar wochen ist mir auf meinem alltäglichen weg zur uni in glasgow ein plakat aufgefallen. nicht etwa, weil es so bunt war. nein, es war eigentlich nur schwarz-weiß mit einem intelligenten spruch drauf, der zum nachdenken angeregt hat.


was dann beim nächsten mal mein interesse geweckt hat, war das kleingedruckte. mir fiel auf, dass auf diesem einfach A4 plakat so in schriftgröße 6 eine deutsche internetadresse draufgedruckt stand.

www.loesje.de


dummerweise hab ich das plakat nie auf dem heimweg gesehen, sondern immer nur auf dem weg zur uni, wo ich kein internet hab. drum hat's bis heute gedauert. um endlich mal etwas mehr drüber zu erfahren.... und wie ihr seht, war es so interessant. dass ich euch davon berichten möchte.

LOESJE ist eine niederländische plakatierungsinitiave... wen das interessiert, dann lasst euch selbst davon überzeugen, im internet, oder durch die beispiele, die ich beigefügt habe.

www.loesje.org
www.loesje.org/imagination/ (am besten, wenn man kurz wissen will, worum es geht)