Shake your Style.

31.08.2007

In Gedenken an Ol Dirty Bastard

Eigentlich wollte ich euch gestern abend ein erlesenes Youtube-Ensemble von halbbekloppter HipHop-Nostalgie servieren, um meine Gedanken vom Lernen wegzubekommen. Allerdings bin ich bei dessen Zusammenstellung über den Fakt gestolpert, dass Ol Dirty Bastard 2004 mit 35 Jahren an einer Überdosis Kokain gestorben ist. Aus diesem Grund sei hier etwas von ihm zu lesen, zu sehen und zu hören.

Der Mitgründer des Wu-Tang-Clans (und meiner Meinung nach einzig innovative Rapper dort) ist einmal erfolgreich für einen Abend aus dem Gefängnis ausgebrochen, um bei einem Wu-Tang-Konzert aufzutreten.

Zitat Wikipedia:
Bei den Grammy Awards 1998 stürmte er überraschend die Bühne und begann sich zu beschweren, dass er extra neue teure Kleidung gekauft hätte, da er davon ausging, den Titel für das beste Rap-Album zu gewinnen. Bevor er von der Bühne geleitet wurde, verkündete er noch I don’t know how you all see it, but when it comes to the children, Wu-Tang is for the children.



Auch wenn man den Vater von 13 Kindern insgesamt mit gutem Grund als richtig kaputt bezeichnen darf, soll er daher hier das Wort bekommen dürfen.



Kulturell gesehen ist der Tod von ODB sicher auch ein großer Verlust, da man seinen musikalischen Veröffentlichungen eine stetige Entwicklung anmerkte. Dazu nochmal ein Zitat:

Er (...) kündigte an, mit Elektronik-Künstlern wie Carnage and The Fiasco, Fischerspooner oder Massive Attack arbeiten zu wollen.

ODB - Shimmy Shimmy Ya



ODB - Baby I Got Your Money (original Video)


Der geneigte Leser sei außerdem auf die ebenfalls auf Youtube erhältliche Dokumentation Dirty Minded hingewiesen.

24.08.2007

BILDblog.de

Hier sei nochmal anlässlich der Tatsache, dass Herr Stromberg und die andere Fernsehschnickse der Internetseite BILDblogunter Verzicht auf Gage einen super Werbespot spendiert haben, auf diese sinnvolle Internetseite hingewiesen und zum Einprägen gleich der Werbespot gespielt:


(Direktlink)

Und weil es inhaltlich passt, gleich der ältere TAZ-Werbespot, gegen den BILD erfolgreich geklagt hat hinterher:


(Direktlink)

Das Internet als aufgeräumtes Kinderzimmer

Betrachtet man die Fortschritte der Internettechnologien mal nicht unter dem bedenklichen Aspekt der Sicherheit, sondern untersucht neuartige Kommunikationsstrukturen, so findet man eine Reihe interessanter Beispiele, von denen ich euch hier einige vorstellen möchte.

Das allen Projekten gemeinsame zentrale Konzept ist die Akkumulation bestimmter Daten bzw. die übersichtlichere Neusortierung vorhandener Inhalte des Internets.

YOUTUBE.COM muss hier nicht vorgestellt werden, ist aber ein populäres Beispiel für die Funktionsweise. Gibt es irgendwo ein Video, dann lädt es hier bald jemand hoch. Dadurch beschränkt sich die Suche nach einem bestimmten Video in den meisten Fällen auf eine Suche auf dieser Seite.

DEL.ICIO.US ist ein Pionier-Netzwerk der sog. Social-Bookmarking-Anwendungen, in dem die Benutzer favorisierte Links speichern, mit Beschreibungen versehen und anderen zugänglich machen. Eine Suche dort liefert also gegenüber einer GOOGLE-Suche weniger Resultate, aber nur solche, die Menschen zuvor als höchst nützlich erachtet und in ihre Liste aufgenommen haben. Taucht außerdem ein Suchbegriff in einer Beschreibung auf, die ein neutraler Internetnutzer zu einem Link verfasst hat, ist das ein höherer Garant für inhaltliche Übereinstimmung als wenn Google feststellt, dass der Begriff nur irgendwo auf der Seite vorkommt.

DIGG.COM ist etwas Umfangreicher und grenzt schon an einem kleinen Sub-Internet-System. Die Benutzer teilen sich Neuigkeiten jeder Form (Nachrichten, eigene Gedanken, Internetfunde und ähnliches) mit. Diese Mitteilungen unterliegen anschließend einer selektiven Bewertung. Positive Bewertungen der Gemeinschaft eines Beitrags im Anfangszeitraum entscheiden darüber, auf welchem Rang er angezeigt wird. Das ganze System bietet dabei eine gute thematische Kategorisierung.

ESNIPS.COM stellt jedem User einige GB an Speicher und ein Programm zum komfortablen Datentransfer bereit. Dies kann entweder als private Internet-Festplatte genutzt werden oder um durch die Freigabe von Verzeichnissen Inhalte mit anderen Anwendern zu teilen. Eine kleine Suche auf der Seite zeigt, wie weit das Angebot bereits gewachsen ist.

Der mächtige Nutzen, den die Flash-Video-Technologie (die auch YOUTUBE und ähnliche Dienste nutzen) hat, inspirierte bereits einige interessante Projekte, von denen hier zwei erwähnt werden sollen, die auch wenn ihr Angebot noch nicht berauschend groß ist, interessante Richtungen aufzeigen. Auf SHOWMEDO.COM findet man eine Handvoll Video-Anleitungen zum Erlernen einiger Programmiersprachen. VIDEOJUG.COM stellt unter dem Titel "Life explained on Video" hunderte Video-Anleitungen zu Themen des täglichen Lebens bereit, die von den Benutzern sorgfältig erstellt wurden. Das Angebot hält von Kochrezepten (How To Make Soba Noodle Salad And Sesame Soy Dressing) über Verhaltenstipps bei körperlichen Problemen (How To Reduce Cellulite) und Karriere (Signing A Book Deal) bis zu Beziehungsratschlägen (How To Be The Perfect Girlfriend) Videos bereit, die prinzipiell sicherlich für viele Menschen hilfreich sind. So absurd es mir auch vorkäme, mir per Video erklären zu lassen, wie ich mit anderen Menschen umgehe, eine Kochanleitung kann hingegen für jemanden wie mich nicht idiotengerecht genug sein.

19.08.2007

Erfahrungsbericht

Ich wollte hier und heute mal etwas aus meinem letzten Praktikum veröffentlichen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob dies hier her gehört, aber es beschäftigt mich jetzt schon einige Zeit.
Ich famuliere (unbezahltes 8-10 h/ tägl. Praktikum für angehende Mediziner) gerade und habe einen Teil meiner Praktika-Zeit in der chirurgischen Notaufnahme zugebracht. In den 2 1/2 Wochen, die ich dort war, habe ich etwa 6/7 Menschen gesehen, die versucht haben sich das Leben zunehmen. Schon alleine diese Zahl finde ich bedrohlich. Mit einer dieser Patienten bin ich ins Gespräch gekommen. Sie war eine Frau in den 50igern, lange Berufsjahre als Diplomierte in der Forschung tätiggewesen und vor 1 Jahr auf grund eines Wechsels in der Chefetage plötzlich gekündigt. Zur gleichen Zeit wurde ihre Ehe aufgelöst.
Diese Frau lag völlig aufgelöst vor mir, weinte und erzählte mir ihre Geschichte. Dass sich ihr ganzes bisheriges Leben innerhalb kürzester Zeit in Luft aufgelöst hat und sie wie ein Kartenhaus zusammengebrochen ist und einfach keinen Ausweg mehr gesehen hat, außer zu versuchen sich umzubringen. Jetzt muss sie unglaubliche Schmerzen aushalten (auf grund schwerer Verletzungen), ihr Kind ist zornig auf sie und wirft ihr vor, sie hätte nur an sich gedacht. Und sie meinte, sie als Christin hätte wissen müssen, dass man nicht selbst entscheidet, wann man geht! Schon im nächsten Moment meinte sie, sie denkt immer über Möglichkeiten nach, wie sie es trotzdem schaft endlich zu sterben. Wieso verliert man so das Interesse am Leben? ... und vor allem, den eigenen Sinn daran.
Ich konnte ihre Verzweiflung irgendwie nachvollziehen, da ich ehrlich gesagt nicht weiß, wie ich in Ihrer Situation reagieren würde. Ich denke die Hoffnungslosigkeit nimmt ganz schön schnell Besitz von einem ein und wenn man nicht aufpasst, siecht man nur noch vor sich hin, fühlt sich leer und wird zum Getriebenen der eigenen Ängste. Dazu gibt es auch ein paar gute Stellen in Ändy' s letztem Text... !
Quintessenz ist, dass einem (mir!) wahrscheinlich der nötige Abstand zu sich selbst fehlt.
Definiert man sich zu viel durch die Wahrnehmung der Anderen? Ohne Rückmeldung geht es nicht, da man immer an der Interaktion mit andern wächst und Fehler nur erkennt, wenn man Reaktionen und Rat anderer annehmen kann. Aber letztendlich ist man eine eigenständige Person und irgendwie immer auch getrennt von den anderen! Und mit diesem Getrennt sein muss man irgendwie klar kommen. Mit sich selbst allein sein zu können, ohne sich einsam zu fühlen, egozentrisch zu sein oder zum Misanthrop zu werden, ist eine echte Kunst.
Was mir bei der Begegnung mit dieser Frau auch klar geworden ist: es ist gefährlich, wenn man seine Selbstbestätigiung und seinen Lebenssinn nur in der Arbeit findet.
Ich erkenne es grade auch an mir selbst, wenn ich 8/9 h auf Arbeit war, bin ich nachher zu nicht mehr allzuviel zugebrauchen. Meine Arbeit macht mir Spass, ich komme mit Menschen zusammen, bin gefördert und gefordert und gehe echt darin auf. Aber ich möchte nicht, dass das alles ist in meinem Leben!
Es gibt so viele, die nur für ihren Beruf leben.
Was tut man dann, wenn man nicht mehr; oder nicht mehr im selben Maße arbeiten kann (aus welchem Grund auch immer)? Wie hält man sich selbst aus- zwischen allen möglichen Ansprüchen von außen und den eigenen? Wie kann man vernünftig lernen mit den eigenen Ängsten klar zu kommen- sie nicht zu verleugnen und nicht zu groß werden zu lassen?
Kann auch sein, dass ich mich grad auf total abwegigen gedanklichen Pfaden befinde- aber irgendwie lässt mich dieses Bild und der Gedanke, ob auch ich das seien könnte, nicht los! Ich hoffe deshalb auf eure Gedanken hierzu!
Was ich noch sagen muss ist, dass ich froh bin euch getroffen zu haben, da ich das Gefühl habe, dass dies meinem Leben eine entscheidende Richtung (zum Guten) gegeben hat! Manchmal denke ich, dass ich nicht einfach so meine Gedanken hier veröffentlichen kann, da sie mir selbst zu banal erscheinen. Aber diese Geschichte musste ich jetzt mal rauslassen, da ich sie schon so lange mit mir herumtrage.
Euch allen einen wunderbaren Sonntag!

16.08.2007

Was ist da nur los

Da hab ich mir gedacht, in den Ferien geht’s erst so richtig los im Blog in Sachen Beiträge schreiben, aber nach nun mittlerweile fast 4 Wochen Ferien ist noch immer nichts passiert. Zwar hat ich hier und da noch einige Prüfungen, aber es war auch Zeit dabei, die ich ungenützt verstreichen hab lassen. Ab und zu hab ich mich schon vorm Computer hingesetzt mit dem festen Ziel was zu schreiben, aber es ist mir einfach nichts gelungen. Nun ist mir der Blog dennoch nicht Egal und ich hab mir Gedanken drüber gemacht, was die Ursachen für dieses Dilemma sein könnten, wobei ich folgende zwei Gründe ausmachen konnte.

Erstens hab ich mir wahrscheinlich zuviel vorgenommen für die Ferien: Arbeiten und Entspannen, was mit Freunden unternehmen und Dingen nachgehen die mir persönlich wichtig sind, bei der Familie sein und weit weg Fahren, Bücher lesen und mich Bilden aber mich auch mal so genießen wie ich bin,...
Nun kam dann nach den vier ersten und einzigen Klausuren die freie Zeit in der ich diese Ziele verwirklichen könnte, aber ich war schlicht überfordert, so dass mein Inneres kapituliert hat vor diesen Ansprüchen. Es waren keine klaren Gedanken möglich, Körperlich war ich nur noch müde, und die Wille zur Anstrengung und zum Vorwärtsschreiten hat gänzlich gefehlt. Ich wusste nicht was ich als erstes machen sollte, und wenn ich dann was gemacht hab, wars nicht das, was ich mir darunter vorgestellt hab, weil ich nicht ich selbst war. Nichts war mehr möglich, selbst ein Buch zu lesen fiel mir schwer. Mich selbst aus diesem Koma zu befreien war auch nicht so leicht, weil ich noch nicht genug Distanz zu mir selbst aufgebaut hab, durch die ich diesen Missstand hätte überblicken können. Verstärkend kam war noch eine neu entdeckte Affinität zu „Minesweeper“, welches für die nächsten Stunden und 2-3 Tage meine Hauptbeschäftigung ausgemacht hat. Das war in der zweiten Ferienwoche, die ich aus diesem Grunde hab zwischen meinen Fingern entgleiten lassen.
Aber ich hatte ja noch eine mündliche Prüfung vor mir, wo es absolut nicht zur Debatte stand, ob ich mich dazu anstränge oder nicht. So was hat ganz einfach gemacht zu werden, und ich hab da einfach nur zu Funktionieren. Was ich auch gemacht hab, wodurch ich überdies als positiven Nebeneffekt die nötige Distanz zu mir aufgebaut hab. Eigentlich empfinde ich die Prüfungszeit als ne schlimme Zeit, weil man dann nicht man selbst sein kann, aber da hat es mir geholfen mich selber wieder zu finden.
Genau Heute vor einer Woche hatte ich diese Prüfung, und ab da nun richtig Ferien. Folgernd aus dem ersten Tief, lies ich nun alles einfach auf mich zukommen, in der Hoffnung, das Verlangen nach den oben genannten Zielen, was der Antrieb zur Verwirklichung dieser ist, würde von selber kommen, und Vorsätze und Vorschriften sind da nicht nötig. Ziemlich gutgläubig mir selbst gegenüber zwar, weil ich ein Verlangen nach Fortschritt in mir selbst dazu voraussetzte, aber diese Gutgläubigkeit nehme ich gerne hin, weil ich vielleicht immer noch jegliche Anstrengung scheue. Dass ich trotzdem noch nichts produktives im Blog zustande gebracht habe, liegt daran, dass dieses Verlangen in so kurzer Zeit noch nicht vollständig eingesetzt hat, wobei ich überdies noch mit anderen zeitraubenden Vorhaben beschäftigt war, und auch daran dass alles einfach läuft, und ich ganz gut leben kann, ohne mich groß mit der Umwelt oder mir auseinander zusetzten, was ich hiermit als zweiten Grund anführe. Getreu dem Motto „Wer nicht suchet der nicht findet“ lässt es sich ganz gut leben. Hier etwas Abstumpfen, da etwas übersehen, weniger Denken, und schon trägt man ein völlig konsistentes Weltbild in sich. Es fehlt dann aber die Grundlage für einen Post hier, weil man einfach nichts mehr mitzuteilen hat.
Weshalb ich Heute dennoch etwas schreibe liegt an euch. Ihr schafft die Kontroverse in mir, die mich dazu nötigt mich mit mir auseinander zusetzten. Sei es durch einen Post, durch den Besuch von Mattes am Wochenende, oder durch die Erwartungen die ich an mich stelle um eurer würdig zu sein. Danke einfach nur mal, und ich möchte einfach noch mal betonen wie gut ich diesen Blog hier finde. Irgendwo hasse ich euch vielleicht auch, weil ihr mit der Grund dafür seid, dass mir ein Leben als Bauerntölpel mit einem vollbusigen Weibe auf dem Lande verwährt bleibt, aber das ist wohl der Preis den man für eine bessere Zukunft zu zahlen hat.
In anbetracht dessen verabschiede ich mich jetzt mit gesetzten wehenden Fahnen, und bin gespannt darauf wie lange diese denn wehen werden...

15.08.2007

kurz geschichtet

einsam und verlassen. so stand raiks alter rennwagen in der einfahrt. der rost bahnte sich mittlerweile schon einen weg durch die nach oben öffnenden türen in den innenraum. wie viele große erfolge hatte er ihm schon beschert. doch das war lange vorbei. raik schaute durch die vergilbten gardinen in den tristen hof und schwelgte in erinnerungen. der regen klatschte bindfadenartig gegen die zerkratzten scheiben seiner kleinen einraumwohnung. mühsam kramte er die letzten vier mark aus den ritzen des verrauchten sofas. der erbämliche rest einer großen laufbahn. für drei bier müsste es noch reichen, doch was dann? der gedanke strenkte ihn zunehmends an. die karriere war für alle mal futsch, daran gab es nichts zu rütteln. wahrscheilich würde er nicht mal mehr in die eng geschnittenen sitze passen. was hatte er nur falsch gemacht? die brille klammerte sich verzweifelt an die wohlgeformte nase. der rechte bügel hing schlaff an seinem von fettigen locken umrahmten ohr herunter, er wollte sie längst repariert haben. heute war kein guter tag! na immerhin, raik hatte ein ziel. den getränkehandel um die ecke...

09.08.2007

und dann wurde es dunkel...

dieses gedicht hab ich kurz nach johannes tot, im unterricht gemacht. ein stilles foto lehnte an meiner federtasche, das herz brannte vor verzweiflung. Der ein oder andere kennt es wohl schon....


große braune zehen verdrängen weißen sand,
du läufst durch die roten strahlen am grauen meer entlang.
die asche einer zigarette begleitet deine spur,
schaust auf die grünen satten flächen
der unfassbaren natur.

Ich kann dich nicht halten,
du gehst fort von hier,
will deine spuren weitergehen,
doch sie gehör'n nicht mir.

Die dürren Kiefern glotzen stumm,
der Wind hat keine Kraft,
das Wasser flieht vor der gewalt,
die Wut und Trauer schafft.



....einen moment stille....und....leben!

viele grüße.

01.08.2007

Benachrichtigung bei Kommentaren

Dies ist ein kurzer Hinweis auf eine E-Mail, die ihr erhalten haben solltet, in der ihr über das Benachrichtigungssystem unterrichtet werdet.

31.07.2007

Hotel Ruanda

Ich habe gerade den Film "Hotel Ruanda" gesehen und bin noch tief bewegt. Mein erster Eindruck ist blankes Entsetzen und tiefe Traurigkeit. Ich denke der Film ist sehr authentisch, sofern das ein Film, in dem es um den Mord von fast 1 Million Menschen geht, sein kann.

Inhalt des Films ist der Völkermord in Ruanda, in dem innerhalb von 100 Tagen fast 1 Million v.a. Tutsis von Hutu Milizen ermordet wurden. Es ist gleichzeitig die Geschichte des (Hutu-) Hotelmanagers Paul Rusesabagina, der 1268 Tutsi- und Hutuflüchtlingen das Leben rettete. Und es ist die Geschichte der UN und eines ihrer schwärzesten Kapitel, als dem Schlachten tatenlos zugesehen wurde.

Ich bin mir keinesfalls sicher, welche Schlüsse ich aus dem schon längst Gewussten, aber doch viel zu selten so nah Dagewesenen ziehen soll. Es geht um politische Grundhaltungen (schließt eine streng pazifistische Grundhaltung Friedensmissionen tatsächlich aus?), aber noch viel mehr um persönliche.

Ich möchte diesen Film mit Nachdruck empfehlen. Nicht blind zu sein heißt nicht nur, zu wissen. Oder anders formuliert: Erst Begreifen führt zur Erkenntnis.

30.07.2007

Vorlesungsarchiv Tübingen

Die Internetadresse http://timms.uni-tuebingen.de/ bietet ein reichhaltiges Angebot an kompletten Videomitschnitten von Vorlesungsreihen zahlreicher Fakultäten der Universität Tübingen.

Das Angebot ist dafür, dass es das einzige mir überhaupt bekannte deutsche Projekt dieser Sorte ist, beachtlich.

Ich konnte daraus bisher einen erheblichen Nutzen ziehen. Oft ist es garnicht nötig, dass man eine Vorlesung findet, die perfekt auf einen selbst abgeschnitten ist. Schon die kleinen Zwischenbemerkungen eines mittelmäßigen Professors und das Hörsaal-Ambiente machen es lohnenswert. Ein Thema in original Vorlesungsgeschwindigkeit zu sehen, gibt Anlass, es nochmal in Ruhe zu durchdenken. Dazu kommt der Effekt, dass man Inhalte besser verarbeiten kann, wenn man sie nochmal von einer zweiten Person erzählt bekommt.

Probiert es aus.


...
Man kann zwischen verschiedenen Auflösungen und Formaten (Mediaplayer oder Realvideo) wählen. Außerdem jeweils alternativ, ob als eingebettetes Video oder als standalone (d. h. die Datei wird extern im Player geöffnet). Dadurch lässt sich meistens auch auf Computern mit kleinen Codec-Problemen irgendeine Kombination finden, die abspielbar ist.

rezension über rezensionen

neulich suchte ich nach einer seite mit musik aus schweden und fand dabei einen link auf die seite mit dem schlichten namen www.nordische-musik.de . dies ist eine WERBEVERANSTALTUNG, dies bemerke ich hier ausdrücklich. durch bloßes durchlesen verpflichten sie sich auf lebenszeit weningstens mal einen blick darauf zu werfen. von jazz bis heavy metal wird alles kritisch beäugt. da schmökert sich's vortrefflichst...

bitte für den tipp und bleibt hip.

27.07.2007

voll unfair

Ich muss hier jetzt dann doch mal etwas loswerden und eröffne dazu gleich 'ne neue Rubrik: den Sport, damit wir endlich auf die wirklich gravierenden Dinge dieser Welt zu sprechen kommen.
Es ist nämlich so, das dieser FC Bayern München es jetzt echt zu weit treiben tut. Ey das ist ja wohl voll zum kleckern, ey, hunderttausend Milliarden ausgegeben für irgendwelche Italiener und Franzosen, Franzosen Alter!!! Das ist echt voll unfair und so, kleine Vereine wie Dortmund oder Real Madrid oder Hoffenheim gehen doch voll kaputt an diesem Scheiß Wettrüsten. Echt und dann noch Klose von Bremen abgezockt, ich könnt echt reinkloppen man. So richtig fies kapitalistisch ist das ja wohl. Ey da geht's ja überhaupt nich mehr um Fußball, sondern echt voll derb nur noch ums Geld abstauben. Find ich total superdoof. Und dann noch so junge Talente wie Kahn oder Scholl rausekeln, ey die haben echt voll was für den Verein getan man, ich fass es echt nich.

Muss jetzt erstmal voll den Frust wegsaufen, rülps,
Georg aka Fußballfanhooliganvollpfosten

26.07.2007

TV-Tipp

Hallo ihr alle.
es muss euch so vorkommen, dass ich nur im kino sitze oder vor der glotze hänge, aber egal: heute abend kommt ein leckerbissen im schwarzen kasten, den ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

Auf 3sat kommt 22:45 "Das große Rennen von Belleville"! Eine kurze Beschreibung:

In einem windschiefen Häuschen direkt neben dem Bahndamm lebt ein trauriger kleiner Waisenjunge namens Champion mit seiner Großmutter, Madame Souza. Vergeblich versucht die alte Dame, ihren Enkel aufzuheitern. Erst als sie ihm ein Dreirad schenkt, blüht er auf - denn sein Vater war auch Radfahrer. Die Jahre ziehen ins Land, und der Junge wächst zum stoischen Radsport-Besessenen heran, den seine Oma mit unorthodoxen Methoden trainiert: Abends lockert sie die steinharten Waden mit dem Sahnequirl und die Rückenmuskulatur mit dem Handrasenmäher. Doch als er endlich an der Tour de France teilnimmt, wird er auf einer Bergetappe von finsteren Gestalten gekidnappt. Mit dem Tretboot verfolgen Oma und ihr treuer Hund Bruno die Gangster über den Ozean. Sie gelangen in eine große Stadt, deren Wahrzeichen eine vollschlanke Freiheitsstatue mit einem Hamburger in der Hand ist. Bei ihrer Suche finden die beiden unerwartet Hilfe bei den 'Triplettes', einem aus alten Damen bestehenden Gesangstrio. Dank Brunos Spürsinn und der Hilfe der 'Triplettes' kommt die tapfere Oma der französischen Rotwein-Mafia auf die Spur, die mit entführten Radprofis ein teuflisches Spiel betreibt.

Fantastisch anders. Sehr hübsch anzusehen und sehr unterhaltsam.
Viel Spaß.
Liebe Grüße von der antje

23.07.2007

harald triffts

Ich muss mich hier und heute bekennen ein großer Harald Martenstein- Bewunderer zu sein. Ich freue mich jede Woche auf seine Kolumne. Obwohl soldiere und herausragende unter ihnen sind (und sich wechelnd ergänzen) muss ich sagen, dass seine Kolumnen meine Woche bereichern.
In seiner letzten sprang er zwischen verschiedenen Themen und beschäftigte sich unter anderem mit dem Singledasein und dem Single- Sich- Kennenlern- Verhalten.
... und spricht mir (als irgendwie schon ewig Single) mit seinem Schlusskomentar so was von aus dem Herzen! Deshalb hier das Zitat:
Wenn es nach Ablauf der regulären Spielzeit unentschieden steht, gibt es Verlängerung.
Es gibt auch eine Abseitsregel, wer zu schnell nach vorne spielt, spielt abseits.
Sehr schön! Mögen seine Worte erhört werden.
Damit verabschiede ich mich und wünsche euch allen einen wunderschönen Abend.

20.07.2007

Calexico

Nun Freunde, wie vielleicht dem ein oder anderen bekannt, war ich am Mittwoch in Jena zum Calexico Konzert unter freien Himmel und in wunderbarer Atmosphäre. Zusammen mit Christoph und später auch mit dem zufällig angetroffenem Georg F erlebte ich ein bärenstarkes Konzerto der sechs Sombreromachos aus Arizona (zumindest irgendwo dort), mit viel Trompete und noch mehr Gitarre und sowieso den Westernsurf und den Mexicoblues und den Italorock im Köfferchen.

Gespielt hat die Band ca. 2h, dabei einen stets ausgewogenen Mix aus älteren Calexicoklassikern und neueren, eher rockigen Stückeleins darbietend sich voll und ganz der Musik verschrieben.

Eine Band, die auf Cd wunderbar klingt und live dich glauben machen lässt, dass Musik und Erlebnis zusammengehören.

18.07.2007

Financial Times meldet

Schockierende Neuigkeiten aus der Bildungsszene!!!

Investor übernimmt FH am Rhein

Nun kann man sich doch schon sehr konkret ein Bild davon machen, was mit Studiengebühren so geschieht.

Entschärfend sei gesagt, dass es sich hier um eine private Einrichtung handelt. Aber die Entwicklung ist doch schon sehr beängstigend, v.a. wenn auch bei den staatlichen Hochschulen der Trend richtung Stiftungsuni geht, und somit die Geldgeber aus Wirtschaft immer mehr an Einfluss gewinnen. Als sei dieser nicht schon groß genug, denn auch hinter dem Bologna-Prozess lassen sich Interessensverwirklichungen der Wirtschaft vermuten, in der Hinsicht, dass man in weniger Zeit mehr Arbeitskräfte auf den Markt bekommt die aufgrung ihrer nicht vorhanden Überqualifikation gern gesehen sind, da mit weniger Lohn abspeisbar, im Gegensatz zum oft propagierten aber nur scheinbaren Ziel der Qualitätsoffensive.

Korrigiert mich bitte wenn ich Unrecht habe bzgl. Bologna oder auch anderem, den meine Recherchen zu diesem Thema waren nur alzu Oberflächlich zu dieser späten Stund.

Fundstück 3: Hagen Rether

Seit 6.30 Uhr pusten ABM-Kräfte stundenlang Dönerpapier und Tempotaschentücher vom Gehweg auf die Straße. Verwendet werden Geräte die wie Kettensägen klingen und doppelt so lange brauchen wie der gute alte Besen. Gerade als ich den letzten Satz zuende schrieb, teilt mir meine Ansprechperson des für Lärmschutzangelegeheiten zuständigen Umweltamts telefonisch mit, dass diese Geräte tatsächlich erst ab 7.00 Uhr verwendet werden dürfen und die Straßenreinigung entschuldigend versichert, dies werde zukünftig eingehalten. 30 Minuten pro Tag wiegt ein kleiner Sieg.

Diese frühe Munterkeit inspirierte mich dazu, mich an den Computer zu setzen, mich mit einem unüblichen Servus aus meiner Zurückgezogenheit des Lernens heraus zurückzumelden und ein Fundstück aus der Youtube-Kiste zu servieren.

Es handelt sich hierbei um den (zumindest mir) zuvor unbekannt gewesenen Kabarettisten Hagen Rether, welcher einen vortrefflichen Stil an den Tag legt.

Die anderen hoffen auf Frieden und wir hoffen, dass man uns im Urlaub nicht entführt.
Die haben Angst, dass ihre Kinder verhungern und wir haben Angst, dass unser Deo versagt und dass man uns beim Telefonieren im Auto erwischt.
Wir kaufen ihre Frauen und behaupten, sie würden uns unsere Arbeitsplätze wegnehmen.


Seine Darbietungen begleitet er stets mit dem Klavier und anstatt die Possenreißereien nur so aneinanderzureihen, spaziert er plaudernd in unserer Gesellschaft herum und kombiniert dabei spielerisch direkte Boshaftigkeit mit versteckter Aussage.

Hier eine der wenigen vorhandenen Video-Kostproben:

(falls nichts zu sehen ist, hier der direkte Link)

16.07.2007

puuuh

So ist es nun also vollbracht, ich darf mich seit heut' Mittag "erfolgreich zwischengeprüfter Möchtegernsoziologe" schimpfen. Zur Feier des Tages werde ich nichts tun, ausser natürlich die Hitze verfluchen, die, und das zu ihrer Entschuldigung, mir das Suhlen im studentischen Erfolg allerdings erst suhlenswert erscheinen lässt.

An alle anderen mit Klausuren und Prüfungen in Bälde noch viel Erfolg, ich werde mich jetzt schleunigst auf die Suche nach'nem kühlen Getränk (z.B. Bier oder Wasser oder Weinschorle) begeben, peace.

13.07.2007

kinotipp

hallo ihr lieben.
letzte woche waren der clemens und ich seit langer zeit mal wieder im kino. und der film war so gut, dass er auf jeden fall einen eintrag hier wert ist.
wer sich gern in eine gruselig-traumhafte märchenwelt ohne kitsch entführen lassen möchte, die auf wundersame weise mit der realität verschwimmt, und außerdem gefallen an brutalen aber auch recht feierlichen gewaltszenen findet, für den ist der Film -Pans Labyrinth- genau das richtige.
die offizielle homepage des film beschreibt ihn als "phantasievolle, emotional und visuell überwältigende Gothic-Fantasy-Erzählung".
der film hat vieles: skuriele schaurige gestalten, zauberkreide, eine pflanze, die gerne ein mensch sein wollte, aufgeschnittene wangen, schöne frauen und ihre schiksale, witz, schock, blut. also sowohl ein frauenfilm als auch für die männer unter uns sehr zu empfehlen.

schaut euch die seite an, die wird euch verzaubern
www.panslabyrinth-film.de

liebe grüße von der antje

06.07.2007

bin isch jetz drin oder waas?

hallo.
es hat gefunzt(im übrigen eine tolle wortschöfung), hiermit erkläre ich mich feierlich als mitglied!
endlich, nach 1001 falschen versprechungen habe ich den weg in diese community gefunden.
ich hoffe ein bisschen frischen wind in verstockte und weltferne einstellungen zu themen wie doping im radsport, aber auch auf der reitbahn bringen zu können.
eine tolle idee, welche mich schon sehr lange in meinen träumen verfolgt ist:folgende:falls jemand von euch die absicht hat in nächster zeit eine musikgruppe zu gründen, fände ich es durchaus fair(fire), ihr den namen TONBAND zu verpassen, um sich damit indirekt für den erhalt dieser ausgestorbenen spezi einzusetzen.
desweiteren bereitete ich mich nicht vor. neulich hörte ich in radio, dass wir alle eine nummer bekommen sollen, wer kann nähere angaben machen. wir könnten uns dann ja mit dieser nummer anreden. dies ist, wie ich finde eine super idee.

lord of clem and sie aser piepl: thank you for this fuckin nice blog.

später mehr