Shake your Style.

23.09.2008

The LHC accelerates the protons and the lead

Viele (oder wenige) von euch fragen sich bestimmt, worin der Sinn des LHC besteht. Egal wem man diese Frage stellt, die Antworten sind meistens verwirrend oder falsch. (Z. B. man wolle ein schwarzes Loch erzeugen, damit alle Menschen sterben. Dass dies nicht stimmen kann, erkennt man schon an der wenig wissenschaftlichen Überlegung, dass die meisten Physiker heutzutage Atheisten und Feiglinge sind und daher keinerlei Interesse an der Zerstörung der Welt haben können.)

Und wie uns die Erfahrung unaufhörlich lehrte, ist bei solchen Erziehungslücken immer wieder Verlass auf den pädagogischen Hip Hop gewesen. Das folgende Video also, so habe ich von vielen gehört, ist bereits verschrien als medial gehyped und kann daher überhauptnichtmehr als Geheimtipp unter Insidern durchgehen. Ich halte es trotz aller stilistischen Einfältigkeiten und „Massentauglichkeit“ für eine gelungene Darstellung der aktuellen Fragen und Probleme der Teilchenphysik, einer spannenden, weltbildprägenden und blühenden physikalischen Disziplin.

12.09.2008

Die hohe Kunst des schönen Reisens

Freunde, ich habe zu berichten von 'nem klasse Urlaub mit wundercoolen Typen auf'ner kleinen und feinen Insel in der Ostsee. Gemeint ist die Abenteuerfahrt feat. Wohlfühlreise von Mattes, Gilbert und mir (und leider nur fast auch von Antje und Clemens, denen dann doch was dazwischen kam) nach Bornholm.

Mit Fahrrad, Zelt und Gaskocher ging's von Bautzen nach Greifswald zu Gilbert zum Musikmachen und danach zur Weiterfahrt nach Sassnitz. Von dort dann per Fähre nach Ronne auf Bornholm und die folgenden zehn Tage quer durch die Insel, zunächst in die Mitte, dann in'n Süden, Osten, wieder Mitte und schließlich in den fantastischen Nordwestteil 'Hammershus'. Schlechtes Wetter am Anfang, Sonnenschein danach und am Schluss auch gut. Hier ein paar Bilder.

Bornholm


Natürlich verging die Zeit viel zu schnell, aber ich schätze wir alle sind selten entspannter und gestärkter von 'ner Reise zurückgekommen. Ich habe nicht oft eine so gute Stimmung und harmonisches Beisammensein erlebt, davon wird noch lange zu zehren sein.

Erlebt haben wir verdammt viel und noch mehr an Eindrücken und bleibenden Bildern gewonnen, was aber alles besser und ausführlicher bei Tee und Bier, Tabakqualm, viel Zeit und vor allem in gemütlicher Runde erzählt werden sollte.

Abschließend noch mal der verbale Handschlag in Richtung Gilbert und Mattes, super Urlaub. Und bitte berichtigt oder ergänzt mich nur immerzu und fleißig.

05.09.2008

Die hohe Kunst der tiefen Schläge

Es war nicht allzulange her, da kannte ich die Wendung "etwas verreißen" nur als Beschreibung eigener Fehler. Doch als ein Journalistenfreund meinte, die Zeitung Dingsda habe im Kulturteil das Konzert von Sowieso total verrissen, offenbarte sich mir die enorme Teekesselnatur dieses scheinbar harmlosen Verbs. Man könnte nun noch darauf eingehen, dass das Wort Verriss verwandt ist mit Ferris MC, oder dass der weltoffene Bruder des Verreißens, sich durch die Verwendung des herkömmlichen s statt des ßs auszeichnend wieder ein ganz anderer Schuh ist - Georg und Mattes erleben es gerade am eigenen Leib - aber ich möchte mich dem Verreißen widmen.

Von Anfang an war mir klar, dass es hier nicht darum geht, nur ein paar kritische Anmerkungen auf die feine englische zu machen. Ein Verriss im journalistischen Sinne bedeutet Reviewkloppe und verbale Schmäh. Der zu Unrecht selbst ernannte Künstler muss für jeden unausgereiften Gedanken seines Schandwerkes büßen und wie ein Vieh herumgetrieben und geschlachtet werden. Zweitens ist es sicherlich nicht die anspruchsvollste Art, eine Kritik zu verfassen. Daher möchte ich heute auch einen Verriss produzieren. Dazu in meinem Bücherregal ein Opfer ausfindig zu machen fällt mir nicht schwer. Wenn ich meinen Blick über die Buchrücken gleiten lasse kommt so manche Wut in mir hoch, soll heißen Ungesagtes stößt mich auf, beim Betrachten eines bestimmten Buches. Normalerweise hätte ich es schnell weggelegt. Doch dem Schenker zuliebe habe ich mich immer wieder aufgerafft, mich ein paar Seiten weiter zu quälen. Dadurch ist es zum Verriss geradezu prädestiniert. Nicht nur, dass ich meiner Seele etwas gutes tun kann, auch der Geber kann wissen, dass er mir die Freude des Verreißens geschenkt hat, welche höher als die Lektüre eines guten Buchs sein muss.

Mein erster Verriss: Harro von Senger - Die Kunst der List: Strategeme durchschauen und anwenden, Beck, 2001

Wir alle wissen, wenn ein Buchtitel nur die geringste Lebensweisenaltklugheit ausstrahlt, dann ist Obacht geboten. Tatsächlich lungern unter dem Sachbuchmantel fast 200 Seiten nichtsnütziges Geschwätz. Das Buch ist in 36 Kapitel unterteilt. Ein Zahlengaudi der es bereits unmöglich macht, den Inhalt des Textes einer denkfreundlichen Einteilung zu unterziehen. In den ersten Kapiteln erklärt der Autor zunächst sehr ausgedehnt und tatsächlich nur scheinbar die Unterschiede der Begrifflichkeiten List, Strategie und Strategem. Dann folgen 12 Kapitel, in denen völlig banale Thesen vor dem Leser breitgetreten werden, beispielsweise:

  • Auch in wohlhabenden Kreisen fallen Menschen der List zum Opfer
  • Es ist besser eine systematische Darstellung aller Strategeme anzustreben, anstatt einfach nur eine ungeordnete Aufzählung von Listen zu haben
  • Überall auf der Welt werden Listen angewendet
  • Wer die Kunst der List beherrscht, wird sich im Leben gut zurechtfinden
Außerdem schimpft der Autor ständig auf die „westliche Strategemblindheit“ und die abendländische Naivität, nach welcher die List etwas unaufrichtiges darstellt. Immer und immer wieder heißt es, der Westen solle sich mal lieber vorsehen und mit höchster Ehrfurcht die 36 chinesischen Strategeme studieren. Und jedes mal muss der Leser (als Vertreter des „Westens“) denken: Das versuche ich ja die ganze Zeit, aber du rückst nicht mit der Sprache heraus. Wenn man das Wort Listenliste nicht mehr lesen kann und den Eindruck bekommt, dieses Buch werde niemals zum eigentlichen Thema vorstoßen, wird eine völlig unübersichtliche Liste der 36 Strategeme präsentiert. An dieser Stelle habe ich beschlossen, meinen Lesegenuss vorzeitig abzubrechen. Anhand der Überschriften der folgenden Kapitel und dem gewonnenen Eindruck des Autors konnte ich bereits grob überschlagen, dass das Folgende keine feine Analyse des Strategemsystems wird, sondern nur eine unzusammenhängende Aufreihung von Beispielen und Schöpfung weiterer Synonyme, welche alles noch unübersichtlicher machen und eine scheinbare Komplexität schaffen. Ich schlug das Werk der Niedertracht zu und sehe, wie auf der Rückseite hoch getönt wird „Harro von Singer ist der führende westliche Forscher auf dem Feld der Strategemkunde“ - dann muss er auch der einzige sein.

Allgemeines Vorgeplaudert

Hallo liebe Freunde.
Nun nach langen Versprechungen ohne Taten hab ich es endlich geschafft mich anzuschließen. Ich hoffe sehr, dass euer Kreis noch ein wenig Platz für mich bereithält. So möchte ich doch ein kleines bisschen Abwechslung hinzubringen, die den Blog mit Naturwissenschaft und Anderem füttert.
Ich grüße also alle die hier sind und gedenke, die Heiterkeit des Blogs in seiner Vielfalt nur zu fördern. Anbei noch einen herzlichen Dank an clem, der mir (und sicherlich auch euch) die Möglichkeit dazu eröffnete.

21.08.2008

Couscous-Kuss

da ich sonst so wenig bezutragen habe, habe ich mich entschieden, euch nichtsdestotrotz an meinem leben teilhaben zu lassen. und da ich sonst nix weiter erzählenswertes mache (zumindest nichts, was ihr nicht auch macht - bis auf die nur für insider wirklich interessante diplomarbeit), schreib ich nun über´s kochen. ich find kochen super! und da ich denke, dass ich das auch ganz gut kann, eröffne ich hiermit ein kochrezepte-post. anfangen möchte ich mit dem am heutigen tag kreierten couscous-kuss.




man brauch dazu:
  • 1 bund suppengrün (das ist ein stück sellerie, 1-2 möhren, ein stück porree)
  • 1 gr. tasse couscous
  • 1 knoblauchzehe
  • 1 kleinen blumenkohl
  • 1 kleinen brokkoli
  • 1 pkg. schinkenwürfel
  • 1 glas rinderbrühe (das ist rindfleisch und brühe in einem glas)
  • 1 becher sahne
  • 1 ei
  • 2 tl rotes pesto
  • 2 tl grünes pesto
  • salz, pfeffer, evt. bisschen zucker, petersilie
  • 1 tomate

man nehme einen großen topf (siehe foto). zuerst brät man das möglichst klein geschnittene suppengrün mit den auch jeweils möglichst klein geschnittenen blumenkohl- und brokkoli-strunken (die "zarten" teile) in öl an. bisschen braun sollte das ganze werden. dann die schinkenwürfel und den klein geschnittenen knoblauch dazu, auch andünsten und dann mit der brühe übergießen. das brühe-glas dann noch dreimal mit warmen wasser füllen und in den topf gießen. zum kochen bringen. dann die blumenkohl- und brokkoli-röschen und den couscous in den topf. hitze bisschen runterdrehen. deckel drauf. wenn das gemüse dann einigermaßen weich und der couscous gequollen ist, sahne dazugießen, pestos dazu. das alles bisschen pürieren (muss nicht total matsche werden). danach mit salz und pfeffer abschmecken. eine prise zucker rundet den geschmack ab. petersilie rein. zum schluss noch ein ei reinschlagen und die kleingeschnittene tomate dazu. noch mal paar minuten ziehen lassen und schön durchrühren. fertig! davon werden sicher so 4 personen satt und glücklich.



09.08.2008

medialer Sondermüll

Wenn zwei Stereotypen mit komplimentären Lebenswelten aufeinandertreffen, da ist kein Platz für Realität.
Der alte Drachen Alice Schwarzer triff auf auf den modernen Porno-Hip Hop (in Person von King Orgasmus One), dann entsteht doch zwngläufig ein medialer Pranger. Es wird mit Dreck geworfen und das ganze Repartuar von kritisch-naheliegenden Fragen aussgepackt. Ich finde es wirklich unfassbar dass die weiblich-intellektuelle Überlegenheit sich förmlich in ein Vakuum der Frasendrescherei implodiert und sich nur durch männlich-heruntergekomme Spracharmut nicht gänzlich der Lächerlichkeit Preis gibt. Für eine inhaltliche Diskusion und andere Studiogäste bleibt da natürlich kein Platz.


und Teil2


Ist jetzt altersbedingter Starrsinn oder geistige Beschränktheit schlimmer?

28.07.2008

Die Mandelbrot-Menge

Vor etwa einem Monat habe ich (von Bogusz inspiriert, der sich für ein Uniprojekt mit Fraktalen beschäftigt hat) ein Programm geschrieben, welches die sog. Mandelbrot-Menge zeichnet.

Um die Mandelbrot-Menge zu konstruieren geht man von einer Zahlenfolge z(n) aus die wie folgt definiert ist:

z(0) = 0
z(n+1) = |z(n)|² + c

Diese Zahlenfolge ist für jedes c eine andere.

Die Mandelbrot-Menge ist nun definiert als die Menge derjenigen Zahlen c, für welche die Folge z(n) gegen einen festen Grenzwert strebt.

Dabei sind c und z komplexe Zahlen, d.h. zweidimensionale Objekte in einer Ebene, die wie Vektoren addiert werden und die Mandelbrot-Menge ist ebenfalls eine Menge von Punkten in einer Ebene.

Das Ergebnis ist hier gezeigt:



Die farblichen Abstufungen sind ein Maß für die Sicherheit, mit der ein Punkt dazugehört (weil man mit dem Computer nur endlich viele Folgenglieder untersuchen kann, ist nie sicher, ob die Folgen wirklich gegen einen Grenzwert konvergieren)

Auf dieser Seite sind ein paar Zoomfahrten durch die mannigfaltigen Details der Menge zu sehen. (Wenn man ein Bild anklickt, wird auf den rot hervorgehobenen Bereich gezoomt.)

24.07.2008

Michael goes Bollywood

22.07.2008

Im Internet gibt es ja einiges was einem das tägliche Leben verschönern kann. dazu gehören sicherlich auch die vielen Wege sich Musik zu besorgen: da wären die radiostreams oder so genannte podcasts (kennt jemand den Unterschied?), ober diverse Foren und Blogs mit Mixes zum Downloaden.

Ich bin heute auf dnd-sets.de gestoßen. eine Seite die alle namenhaften Foren für Drum´n´Bass täglich abgrast und die neusten Mixes heraussucht und zum streamen und download anbietet. Weiss jemand ob es derartiges auch für dubstep, tekno, usw.. gibt.

16.07.2008

Ist spät geworden, ja ja…

Eigentlich ein schönes Motto für den Baroque-tell, dachte ich bei der Heimfahrt als alle anderen zum Arbeit mussten. Und daher rufe ich hiermit dazu auf mir akustische Beiträge zu diesem Thema zuzuschicken. Aus allen Einsendungen werde ich dann etwas basteln und es über den Emailverteiler allen zuschicken. Das ist erstmal das grobe Konzept eines Versuches den eingeschlafenen Baroque-tell neues Leben einzuhauchen.

Ich sage jetzt einfach mal wie wir das machen werden, also:

Ihr solltet nichts überstürzen und die Idee auf erstmal verdauen, dann sicherlich auch noch etwas Material auftreiben oder darüber stolpern, also mache ich den Einsendeschluss am Sonntag den 31.August 2008. Das sind von jetzt an reichlich 6 Wochen die ihr zur Bearbeitung der Idee zur Verfügung habt. Ich hoffe ihr gesteht mir dann auch etwas Zeit zur Bearbeitung ein.

Die Beiträge die ich haben möchte sollten pro Person kleiner-gleich 5min sein, können aber auch nur 10sec sein, denn allein die Geste zählt. Im Grunde kann jeder auch zehn 10sec Beiträge an mich schicken. Dann natürlich das allseits bekannte mp3-format auf 192kbps und 44100kHz, also Standart.

Inhaltlich setze ich euch keine Schranken, muss aber dennoch 2 Regeln festlegen: 1. Der Beitrag steht in irgendein Bezug auf das Motto und 2. hat nicht die Form von Musik. Alles andere ist erlaubt.

Ich behalte mir das Recht vor die eingesendeten Beiträge frei und respektvoll zu bearbeiten.

Das Motto lautet wie oben stehend: „Ist spät geworden, ja ja…

Sendet eure Beiträge an mich und allen die meine Emailadresse nicht kennen, sie steht im Verteiler und beginnt mit einen „r“ und endet auf „@gmx.de“

Also wenn ihr noch Fragen habt dann stellt sie und schreibt einfach mal im Anschluss ob ihr mit macht. Viel Spass mit dieser Aufgabe

13.07.2008

Amin Maalouf -Das erste Jahrhundert nach Béatrice

Als Mängelexemplar erworben, übertrifft der Inhalt dieses Buches bei weiten sein Äußeres, obwohl eigentlich keine Mängel festzustellen sind, bis auf den "Mängelexemplar"-Stempel. Grob wiedergegeben, geht es um ein Medikament, welches das Sperma des Mannes verändert und sein Weib ausschließlich einen Jungen gebären lässt. Vom bloßen Potenz steigernden Pulverchen bis hin zum weltweiten Komplott deckt dabei Insektenforscher Jarry die Strukturen des im Untergrund agierenden Netzwerks auf und stößt dabei dank seiner Geliebten Clarence, zugleich Journalistin, auf weltweites Echo. Die mit dieser neuen Möglichkeit konfrontierte Gesellschaft reagiert aber so gar nicht wie erwartet, und nimmt das neue Pharmazeutikum mit offenen Armen auf. Die sich daraus ergebenden globalen Folgen und moralischen Abgründe verpackt in attraktive Handlungsstränge sind Hauptgegenstand des Buches, das gepaart mit sprachlicher Raffinesse und intellektuellem Drive zu einem Serrano Schinken unter den Büchern avanciert. Kostprobe:
"Genauso saß ich auch da, als Ende Juli das Drama von Naiputo gemeldet wurde. Zur Geschichte stehen solche Dramen im gleichen Verhältnis wie Wörter zum Gedanken; man weiß nie ob sie selbst gestalten oder lediglich widerspiegeln."

Der aus Libyen stämmige Autor versteht es althergebrachte und zigfach durchgekaute Zwiespälte der Menschheit,, zu denen man in unserem Umfeld bereits eine gewisse Distanz aufweist, weil man nicht mehr unmittelbar mit ihnen konfrontiert wird,, glaubwürdig und nachempfindbar wiederzugeben, da er sie in einen zeitgenössischen Kontext setzt. Die besondere Authentizität beim Behandeln derartiger Themen ist wohl auf seine Abstammung zurückzuführen, wo Stammeskult und Genderproblematik auch in heutiger Zeit noch schreckliche Keime zum treiben bringen. Dennoch wird nicht mit dem erhobenen Zeigefinger angeprangert, sondern vielmehr sachlich geschildert, und die Urteilsfindung dem Leser selbst überlassen, was einen hier und da über seine moralischen Werte selbst nachdenken lässt.

05.07.2008

wer ist hier der freak

Ich oute mich! Jeder Mensch hat seine Laster - und jetzt geb ich es zu: ich stehe auf die Golden Girls! Die Serie kommt jeden Tag zum frühen Abend auf ComedyCentral. Es handelt sich hierbei um eine amerikanische Sitcom aus den 80er Jahren. Die Hauptcharaktere sind vier ältere Damen, die in einer Wohngemeinschaft in einem Haus in Miami / Florida zusammen ihren Lebensabend verbringen. Bei den vier Damen handelt es sich um die männergeile Südstaatlerin Blanche Devereaux (Rue McClanahan), um die gutmütige aber total dumme Witwe Rose Nylund (Betty White) aus Sankt Olaf, Minnesota, das stets sarkastische Mannweib Dorothy Zbornak (Beatrice Arthur) aus Brooklyn und dessen rabiate Mutter Sophia Petrillo (Estelle Getty), eine gebürtige Sizilianerin, die ihre Mitbewohnerinnen stets mit viel Ironie, Zynismus und Lebenserfahrung bedient.

Die Serie eignet sich perfekt zum entspannen und hat aufgrund der irren 80er-Jahre-Outfits und Hairstylings, der Musik, der total überzeichneten Charaktere, der Pappmasché-Kulissen und ner ganzen Handvoll Running Gacks einen enormen Suchtfaktor. Man muss sie einfach nur gern haben und insgeheim wünscht man sich irgendwann einmal ein ebenso skuriles, spannendes und herzliches Rentnerdasein.

Leider gibt youtube in Sachen Golden Girls aufgrund der mangelnden Aktualität und geringer Bildqualität nicht so viel her, deswegen hier nur ein Bild:


... und der Titelsong:



... und dazu die wirklich ernstgemeinte Empfehlung, mal einzuschalten wenn es wieder heißt "thank you for being a friend.."

03.07.2008

Achtung Ohrwurm!!!

Santogold singt L.E.S. Artistes und bewegt sich musikalisch inrengwo zwischen new rave und dub + x. Dieser neue und frisch Sound ist 100% radiotauglich und erinnert mich irgenwie an Gnarls Barkley, Ebony Bones oder The Slits.

Schmetterling und Taucherglocke

Gestern sah ich im Kino einen Film, der mich, wie seit langer Zeit nicht mehr erlebt, unglaublich begeistern konnte. "Schmetterling und Taucherglocke" ist ein französischer Film des amerikanischen Malers und Regisseurs Julian Schnabel, in dem die (wahre) Geschichte des Journalisten Jean-Domique Bauby erzählt wird. Dieser erleidet im Alter von 43 Jahren einen Schlaganfall und kann fortan nur noch ein Auge bewegen, ist aber geistig vollkommen wach und aufnahmefähig. Mittels einer wahnwitzig langwierigen Methode (Alphabet aufzählen, einmal Blinzeln für Ja, zweimal für Nein) wird es ihm aber möglich, mit der "Außenwelt" zu kommunizieren. Aus dieser Situation heraus schreibt Bauby das Buch "Der Taucheranzug und der Schmetterling", welches gleichzeitig die Basis des Films darstellt.
Besonders bemerkenswert ist die fast schon aufdringlich emotionale Nähe, die der Film zum Zuschauer aufbaut, genauso wie schlichtweg herausragende Szenen und Bilder. In seiner Gesamtheit erarbeitet sich "Schmetterling und Taucherglocke" schließlich eine dermaßen positive und lebensbejahende Perspektive (ohne in irgend einer Weise politische/ethische Antworten zu geben), dass die Rührung am Ende eher Freudentränen als Verzweiflung bedeutet.


Wunderschön sind auch Intro und Abspann des Films. Im Letzteren singt Tom Waits zu im Rückwärtsgang gezeigten Aufnahmen von Gletscherabbrüchen in der Arktis, einen passenderen Ausklang habe ich selten erlebt.

Für mich persönlich auch ein Film mit emotionaler Vorbeladenheit, weil ich während meines Zivis einige Male mit einem zu dieser Zeit schon seit 13 Jahren bis auf die Augen durch einen Schlaganfall vollständig gelähmten Mann in Berührung kam. Auch dieser war geistig vollkommen fit, hatte vor dem Unfall Familie mit Kindern und weilt nun im Reich des Alleinseins nur mit dem eigenen Geist und den diesen durchflutenden Gedanken.

Verweisen möchte ich noch auf zwei tiefer gehende Kritiken (hier + hier) und schließe mit der Empfehlung, sich "Schmetterling und Taucherglocke" auf gar keinen Fall entgehen zu lassen.

01.07.2008

dito - fusion

Immer sachte Ferienkommunismus! Ich muss dem André Recht geben, dieses Jahr bekommt die Fusion 1 Punkt mehr für fette Acts und einen halben abgezogen für den Verzicht auf Quadrophonie im 80Hz-Bereich an der Turmbühne. Hier noch eine Ergänzung in Richtung Uptempo-Downbeat ;-)



Spoonbill

Downbeat mit feinem Gefrickel der niemals nervt und immer tanzbar bleibt, Clemens ich glaub den könntest du mögen und ale anderen die auf TM Juke, General Electrics oder Quantic's letztes Album stehen. Knaller!

Der Dritte Raum

Unbedingt anhören: "Tag Nacht Song". Dieses Urgestein der Fusion spielte schon 1997 oder wie es scheint auch in jedem weiteren Jahr. Samstag Morgen 12 Uhr beim Duschen vernommen, ein nackender Herr meinte "Mit Verlaub, Atmotec vom Feinsten!", ich stimmte ein: "Atmotec solls sein!"

3-1

ElectroPunk aus den Niederlanden mit tightem Rap, der an Mike Skinner erinnert, leider sind die Promos auf Myspace dermaßen schlecht, dass nur Leute zustimmen werden die selbst dabei waren, ich selbst hatte nach 30 min nix mehr gehört und bin völig durchgeschwitzt mit Schüttelfrost ins Zelt und hab den Abend vorzeitig beendet. Daumen hoch!

30.06.2008

FUSION die 2-te

Einmal da gewesen kommtst'e nicht mehr los von. Drum hatte mich das Fusion-Festival dies Jahr wieder, und neben mir noch auch so einiges an Act's die's mir angetan haben. Eine kleine aber feine Auswahl:

Jake the Rapper

Kurpulenter herrtiger Bär mittleren Lebensalters und Zylinder auf dem Kopf. Produziert minimalen Techno/Electro der durch Live-Vocals für die besondere Atmosphäre sorgt. Track "mission to nowhere" auf der MySpace-Site unbedingt anhören.
Und hier sein Mix von der Fusion. (Rechtsklick zum Herunterladen)

Stimming

Eineinhalb Stunde feinstfrische Kost auf die Ohren im Live-Set. Einfach geil mit anzusehen wie er sein Werk liebt und zu jedem einsetzenden Bass und Treble gefühlstvoll mitgeht. Ein Spirit der auch der Musik zu eigen ist. Hört euch "Funkworm" und "Eiszauber" an, und ihr wisst was ich meine.

Dabei ging das beides auf der Mainstage, wo letztes Jahr noch "Sprallomugge", im Vergleich dazu, leif. Eine super Qualitätsoffensive, die, nebst ausbleibender Propaganda um die Massen fern zu halten, auch in den nächsten Jahren dafür sorgen sollte, dass das Festival seinen einzigartigen alternativen Charakter behält.

26.06.2008

one more classic

Norman McLaren war einer der ersten Videokünstler und schuf 1952 den Antikriegsfilm Neighbours.



auch andere Filme von ihm kann ich empfehlen, aber schaut selber...

dDamage

Hier soll einmal kurz das elektronische Duett dDamage aus Paris vorgestellt werden, das mir schon einige Wochen große Freude macht. Die Musik ist Brawndo für die Ohren und ansonsten schwer beschreibbar. Gestört und auf den zweiten Blick wunderschön. Jeder meiner durch Rastlosigkeit angetriebenen Denkversuche in der Straßenbahn wurde durch den knüppelnden und fiependen Sound in meinen Kopfhörern unterbunden. Im Gegensatz zu sog. Chillmucke wirklich entspannend.



Auf der myspace-Seite gibt es auch das super Stück Punkture zu hören.

24.06.2008

Ein kleiner Comic

der mich immer wieder zum Lachen bringt.

23.06.2008

Es ist Sommer!

Loovin' Spoonful - Summer in the city