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18.07.2007

Financial Times meldet

Schockierende Neuigkeiten aus der Bildungsszene!!!

Investor übernimmt FH am Rhein

Nun kann man sich doch schon sehr konkret ein Bild davon machen, was mit Studiengebühren so geschieht.

Entschärfend sei gesagt, dass es sich hier um eine private Einrichtung handelt. Aber die Entwicklung ist doch schon sehr beängstigend, v.a. wenn auch bei den staatlichen Hochschulen der Trend richtung Stiftungsuni geht, und somit die Geldgeber aus Wirtschaft immer mehr an Einfluss gewinnen. Als sei dieser nicht schon groß genug, denn auch hinter dem Bologna-Prozess lassen sich Interessensverwirklichungen der Wirtschaft vermuten, in der Hinsicht, dass man in weniger Zeit mehr Arbeitskräfte auf den Markt bekommt die aufgrung ihrer nicht vorhanden Überqualifikation gern gesehen sind, da mit weniger Lohn abspeisbar, im Gegensatz zum oft propagierten aber nur scheinbaren Ziel der Qualitätsoffensive.

Korrigiert mich bitte wenn ich Unrecht habe bzgl. Bologna oder auch anderem, den meine Recherchen zu diesem Thema waren nur alzu Oberflächlich zu dieser späten Stund.

1 Kommentar:

georg hat gesagt…

Jepp André, haste wohl ganz recht. Stiftungshochschulen sind allerdings bisher nur möglich an Privatunis, nach wie vor gelten staatliche Unis und soweit ich weiß auch sämtliche staatliche FH's als eben (nur, oder zumindest größtenteils) durch den Staat finanziert (bzw. bekanntermaßen in einigen Bundesländen teilweise durch Studiengebühren). Allerdings sind rechtliche Bestimmungen hierbei Ländersache, d.h., dass möglicherweise eines der neuen Hochschulgesetze (so diskutiert bspw. in Baden-Württemberg) Fördermöglichkeiten für Unternehmen gegenüber Unis in den relevanten Bereichen FORSCHUNG UND LEHRE in Zukunft beinhalten könnte.

Für Sachsen gilt, dass mit dem bald zur Verabschiedung anstehenden neuen Hochschulgesetz, die Autonomie der Unis gestärkt werden soll, wobei der Rektor mit mehr Befugnissen vom sog. Hochschulrat gewählt werden wird, "der zu 3/4 aus Repräsentanten der Gesellschaft" (E.M.Stange, Wissenschaftsministerin Sachsen) bestehen soll...

Festzuhalten ist jedenfalls der Trend zum berufsqualifizierenden Studium, ein Konzept welches natürlich besonders die Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Unis und Unternehmen verbessert.

Ich möchte in diesem Zusammenhang noch mal auf die von mir getätigten Äußerungen zum Thema hinweisen link

Es muss wahrscheinlich davon ausgegangen werden, dass die deutsche Hochschullandschaft sich künftig auch finanziell an wirtschaftsnahen Konzepten orientieren wird, mit den im Zuge des Bolognaprozesses ins Feld geführten neoliberalen Kampfthesen von Managementstrukturen für Unis (Uni = Wirtschaftsunternehmen) und den daraus resultierenden Ideen und politischen Prämissen wird dieser Trend untermauert.