Shake your Style.

13.12.2007

Rückkehr der Rassenlehre?

Diesen Beitrag schickte mir vor kurzem ein Kommilitone, dazu passend dieses Interview auf Deutschland Radio Kultur, zum lesen oder lauschen.

Wenn das mal nicht in falsche Hälse gedrückt wird... Jedenfalls möchte ich gegen halten mit diesem Foto



und bitte ansonsten um freundliche Mithilfe meiner biologisch und psychologisch geschulteren Freunde.

Als möglichen Ansatz möchte ich aber noch auf einen Widerspruch im Interview hinweisen: "Allerdings zeigen sehr viele Studien, dass auch in solchen Aufgaben Bildung positiv wirksam ist. Kinder, die länger in die Schule gegangen sind, können besser solche Aufgaben lösen als Kinder, die kürzer in die Schule gegangen sind oder gar nicht in die Schule gegangen sind". Ein paar Zeilen später dann dies: "Also, zum Beispiel Intelligentere gehen eher länger in die Schule, auf Universitäten, und die weniger Intelligenten, die meiden eher solche Umwelten". Darüber hinaus bleibt nüchtern festhalten, dass sämtliche empirischen Befunde dieses Thema betreffend offenkundig an einer riesen Menge möglicher Fehlerquellen und der schier unermesslichen Komplexität geschuldeten Oberflächlichkeit leiden.

Schließlich stellt sich sowieso die Frage nach den Folgen für Umgang und Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlicher Herkunft. Denn letztlich lehren uns persönliche Erfahrung und die Geschichte, dass Menschen aller Ethnien einander gleich sein können und ihr Umgang untereinander keinesfalls genetisch beeinflusst sein muss (Frei nach dem nachvollziehbarem Beispiel des dem gebildeten Schwarzafrikaners in den meisten Bereichen unterlegenen Durchschnittsamerikaners). Ganz davon abgesehen sind genetische Merkmal Ergebnisse der Evolution und haben im gesonderten Fall der menschlichen Spezies wahrscheinlich einen (1) gemeinsamen Ursprung.

3 Kommentare:

michael matschie hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
michael matschie hat gesagt…
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michael matschie hat gesagt…

Ein Thema das mir in der Soziologie schon öfters über den Weg gelaufen ist. Als erstes zu deinem Widerspruch: empirisch betrachtet korelieren die Variablen "Dauer des Bildungsweges" mit "IQ" positiv. Nun kann man sich als Soziologe aussuchen welche der beiden Variablen man als unabhängige und welche man als abhängige definiert. Daraus ziehen sich zwei verschiedene Interprtationen, die aber beide die selbe Schlussfolgerung zulassen: "Dauer des Bildungsweges" und "IQ" korelieren positiv. wzbw

Aber zurück zu dem was man in den USA als race bezeichet. Es gibt Studien die einen anderen Ansatz wählen. Betrachtet man die relative Anzahl von Schülern die nach dem Besuch der High-school auf ein college gehen (college-quote) mit der ethnischen Zusammensetzung der Schülerschaft, so kann man zeigen dass Schulen mit einem überdurchschnittlichen anteil von Afro-amerikanern eine niedrigere college-quote haben als Schulen mit überdurchschnittlichen Anteil an Weißen. Die höhste college-quote haben allerdings die Schulen mit einer ethnischen Zusammensetztung die sich an der regionalen Zusammensetzung orientieren. Also führen Abweichungen vom Mittelwert zur Senkung der college-quote.
ein ähnliches Ergebnis erhält man wenn man sich die ethnische Zusammensetzung von Wohngebieten und den IQ der Bewohner betrachtet.

ich muss allerding vor dem schluss warnen dass hohe Intelligenz zu hoher Toleranz führt. Eine Schlussfolgerung wie, hohe Intelligenz führt zu hoher Resistenz gegenüber Rassismus wäre richtiger, aber trotzdem noch gewagt wie uns andre mit dem spiegel-online beitrag ja gezeigt hat.