Shake your Style.

22.10.2008

Gregor Böckermann und das Glück des Kämpfers

Es gibt Menschen, die geben 'nen Scheiß und tun was getan werden muss. Gregor Böckermann ist so jemand. Der exkommunizierte ehemalige katholische Pfarrer ist seit 18 Jahren jeden Donnerstag vor'm Hauptgebäude der Deutschen Bank in Frankfurt am Start. Um zu demonstrieren für 'ne bessre Welt. Und den christlichen Sozialismus, was auch immer das sein soll.


"Wen beten wir denn eigentlich an? Das Geld" Und weiter: "Es gilt: Christen können keine Kapitalisten sein" Nun ja, Max Weber wär da vermutlich anderer Meinung. Und zum Thema Finanzkrise: "Jetzt sind wir überzeugt davon, dass wir noch zu unseren Lebzeiten den Kapitalismus überwinden werden. Die Bankenkrise lässt uns hoffen"

Ich bewundere Menschen wie ihn zutiefst. Ich wär auch gern Aktionist. Doch irgendwie ist mir ein bisschen dieses schöne Weltbild mit den klar gezeichneten Konturen und dem herrlich einfachen Wertemustern verloren gegangen. Denn das braucht es wohl. Sonst müsste sich Gregor nähmlich fragen, was das ganze soll, warum er hier steht und nicht woanders und wie denn bitteschön der christliche Sozialismus aussehen soll.

Trotzdem Danke für die Slumhütte vor den Fenstern des Bankenungetüms und danke für gelebten Protest.

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